Euro/Schweizer Franken: Höhere Risikobereitschaft?
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 04. April 2008 08:30 Uhr
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Euro/Schweizer Franken: Höhere Risikobereitschaft?
Liebe DaxDaily Leser,
bis zum Sommer vergangenen Jahres wurde die Schweizer Währung aufgrund der niedrigen Zinsen im Land der Eidgenossen gerne als Verschuldungswährung zum Erzielen einer höheren Rendite genommen. Mit dem Schweizer Franken machten sich Investoren auf in hochverzinste Währungsländer wie Australien, Großbritannien und die USA, tauschten diese dort in die Landeswährung um und legten die Anlagesumme dort fest an. Seitdem allerdings durch die Hypothekenkrise Bewegung in die Zins- und Aktienmärkte gekommen ist, sind solche risikobehafteten Transktionen stark verringert worden. Damit haben auch die zuvor noch beliebten Währungspaare wie der Euro zum Schweizer Franken einen Trendwechsel erlebt.
Nach Rekordkursen von 1,70 Schweizer Franken für einen Euro führte die Verunsicherung der Anleger durch die Verwerfungen am US-Hypothekenmarkt zu einer Aufwertung des Schweizer Franken auf bis zu 1,55. Die eingeleitete Erholung an den Aktienmärkten beendete die Stärke des Franken und rief die ersten Verschuldungsspekulanten wieder auf den Plan. Mit einem Kursniveau von knapp oberhalb von 1,58 hat sich der Euro an den oberen Rand des noch gültigen Abwärtstrendkanals herangearbeitet.
Zudem konnte die leicht fallende 38-Tage-Durchschnittslinie wieder leicht überschritten werden. Kann der Euro die Abwärtstrendlinie bei 1,59 Schweizer Franken nachhaltig überwinden, wird sich rasch ein weiterer Abstieg bis zum Widerstand bei 1,625 Euro anschließen. Verläuft der Angriffsversuch aber genauso erfolgslos wie bereits Ende Februar, wäre eine Aufwertung des Franken bis auf 1,53 zwangsläufig zu erwarten. Noch aber stehen die Chancen für den Euro gut.
