Katja Sell in Insider Daily zum Thema Finanzkrise
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der Feiertagshandel an deutschen Börsenplätzen verlief am Pfingstmontag verhältnismäßig ruhig. Der DAX ging mit einem leichten Minus von 0,26 Prozent bei 6.328,53 Punkten aus dem Handel. Am Dienstag startete der deutsche Leitindex, dank positiver Vorgaben aus Asien und der Aussicht auf ein Investitionsprogramm in China freundlich in den Handel. Zum Handelsstart legte der DAX um 1,2 Prozent auf 6.400 Zähler zu. Allerdings sind die Sorgen um Spanien und Griechenland bei den Investoren allgegenwärtig.
Schweiz wappnet sich gegen Euro-Crash
In der Schweiz beschäftigt man sich schon mit dem worst chase-Szenario - dem Euro-Crash. Während einige EU-Staaten in jüngster Zeit bisher "nur" die Folgen eines möglichen Austrittes Griechenlands aus der Euro-Zone überprüft haben, wappnet sich die Schweiz gegen die Möglichkeit eines Euro-Zusammenburchs.
Sollte dieses Szenario eintreten, rechnet Schweizer Zentralbank mit einem Run auf den Schweizer Franken als vermeintlich sicheren Hafen. Um diesen möglichen Ansturm auf die Schweizer Währung zu kontrollieren, prüft die Schweizer Zentralbank Kapitalverkehrskontrollen. Ausländer könnten dann nicht mehr oder nur noch unter Auflagen in den Franken investieren. Das ließ der neue Präsident Thomas Jordan in einem Interview mit der in Zürich erscheinenden "SonntagsZeitung" verlauten. "Wir müssen auch für den Fall der Fälle vorbereitet sein, dass die Währungsunion zusammenbricht, obwohl ich nicht damit rechne.", sagte er gegenüber dem Blatt.
Bankia-Mutterkonzern korrigiert 2011-Bilanz nach unten
Aktuell beschäftigen sich Anleger eher mit Nachrichten aus Spanien. Wie bereits in der vergangenen Woche bekannt wurde, benötigt Spaniens viertgrößtes Geldinstitut Bankia dringend staatliche Finanzmittel in Höhe von 19 Mrd. Euro. Nun vermeldete der Bankia-Muttergesellschaft BFA, dass die Bilanz für das Geschäftsjahr 2011 korrigiert werden muss. Statt eines Gewinns von 41 Mio. Euro weist der Konzern nun einen Verlust von 3,3 Mrd. Euro aus. Dank der Fusion von Caja Madrid mit einigen Sparkassenketten hat das Geldinstitut jede Menge "fauler" Immobilienkredite in den Büchern stehen. Das ergab eine Überprüfung des Kredit-Portfolios.
Die Rettung von Bankia scheint für Spanien wohl ein größeres Ausmaß zu haben, als bisher gedacht. Nach Angaben der Nachrichten-Agentur Reuters soll die EU-Kommission in Sachen Bankia-Rettung mit Spanien in Kontakt stehen. Konkrete Pläne lägen allerdings noch nicht vor. Aus Kreisen wurde nun bekannt, dass der spanische Staat neue Schulden für die Rekapitalisierung des angeschlagenen Geldhauses aufnehmen will.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.
Katja Sell
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