Euro-Koller: Die Lage spitzt sich zu!
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Börse
vom 13. Juli 2011, 14:30 Uhr
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der Auftakt der Börsenwoche verlief alles andere als ruhig. Pünktlich zum Beginn der Berichtssaison kehrten die Europa-Ängste auf das Börsenparkett zurück und trieben bösen Schabernack mit den Aktienkursen.
Der deutsche Leitindex DAX tauchte gestern zunächst bis auf 6.996 Punkte ab, bevor eine Erholung um 200 Punkte einsetzte. Der Index schloss dann nahe diesem Tageshoch. Auch der Euro durchbrach kurzzeitig die Marke von 1,39 US-Dollar nach unten, um schließlich eine Gegenbewegung in den Bereich von knapp über 1,40 US-Dollar zu wagen.
Italien am Pranger - Irland im Abstufungs-Sog
In Europa spitzt sich die Lage zu, nachdem mit Italien die drittgrößte Volkswirtschaft auf dem alten Kontinent an den Pranger gestellt wurde. Und gestern hat die Ratingagentur Moody's bei den Iren Nägel mit Köpfen und das Rating für Irland auf "Ramsch-Niveau" gesenkt. Im Detail sieht das so aus: Das Rating für irische Staatsanleihen in heimischer und fremder Währung wurde um eine Stufe auf "Ba1" nach unten genommen, von zuvor "Baa3". Auch der Ausblick für diese Bonitätsnote bleibt negativ, was bedeutet, dass weitere Abstufungen folgen könnten.
Darüber hinaus konnten sich die Amerikaner Anfang dieser Woche abermals nicht über eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, was den Markt natürlich zusätzlich drückt.
"Mit der Abstufung Italiens geht es nun richtig zur Sache", meint auch Dirk Müller gegenüber dem Deutschen Anleger Fernsehen. Denn das Land werde nicht zu retten sein, sagt er. "Italien ist für den Rettungsschirm der EU viel zu groß." In diesem Zusammenhang fordert Müller eine einheitliche europäische Ratingagentur. Für die Märkte bedeute dies alles nicht Gutes.
Weitaus gelassener bewertet mein Kollege Jürgen Schmitt, Chefredakteur des erfolgreichen Börsenbriefes AKTIEN-MONITOR die Situation. In seinem aktuellen Marktkommentar schreibt der erfahrene Börsenprofi: "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es zu einer signifikanten Gegenbewegung an den Aktienmärkten kommen wird, wenn sich eine Einigung bei den bestehenden Problemen abzeichnet. Wichtig wird dabei sein, schnelle Lösungen zu finden, auch wenn diese für den einen oder anderen Bondgläubiger (Staatsanleihen von ausfallgefährdeten Länder) sicherlich schmerzhaft ausfallen wird."
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag.
Ihre
Cindy Bach
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