Euro-Call zieht über 32% an
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 07. September 2007 19:00 Uhr
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Eigentlich past das nicht zusammen. Der Euro steigt gegen über dem US-Dollar weiter, obwohl im Euroland die Zinsen nicht angehoben wurden. Denn wenn die EU-Zinsen weiter steigen, würde die Zinsdifferenz zwischen USA und Europa geringer werden, was den Euro weiter beflügelt. Der Euro-Call, den wir für unsere Leser des Wall Street Radar Ende August empfohlen haben, ist jetzt über 32% nach oben geschnellt (für weitere Infos dazu klicken Sie hier). Entgegen allen früheren Prognosen hat die EZB gestern den Leitzins unverändert gelassen. Erwartet wurde eigentlich eine Zinserhöhung.
Damit rückt die EZB eindeutig von ihrem bisherigen Kurs ab und vermittelt natürlich auch das unübersehbare Signal, wie ernst sie die sich ausbreitende Kreditkrise einschätzt, die mit der SachsenLB auch ein erstes deutsches Bankenopfer gefunden hat. Damit bestätigt sich aber auch unsere Einschätzung. Wir hatten an dieser Stelle immer wieder betont, dass für uns die Kreditkrise noch nicht ausgestanden ist.
Einige Konjunkturdaten, die diese Woche aus den USA gemeldet wurden, deuten ebenfalls darauf hin. So hat der Branchenverband der amerikanischen Immobilienmakler für Juli einen drastischen Rückgang der Häuserverkäufe gemeldet. Der Index notiert im Juni noch bei 102 Punkten, jetzt sind es 89 Punkte. Der Index gilt als Frühindikator für die zukünftige Entwicklung des US-Immobilienmarktes. Im Mittelpunkt stehen deshalb heute besonders die Arbeitsmarktdaten. Liegt die Zahl der Erstanträge über den Erwartungen, dann ist dies ein schlechtes Signal für den US-Immobilienmarkt und auch für die Börsen. Denn schon jetzt hat die Zahl der gekündigten Hypothekenkredite ein Rekordniveau erreicht. Bei rund 2 Millionen Kreditverträgen steht eine Zinsanpassung bevor – die Leitzinsen sind in den letzten 4 Jahren ständig gestiegen. Viele Kreditnehmer, die sich zu variablen Zinsen verschuldet haben, können sich bei steigenden Zinsen eine Rückzahlung nicht mehr leisten und werden zahlungsunfähig.
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