Euro bleibt unter Druck
Andreas Schnappberger in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 16. Oktober 2006 08:30 Uhr
ENL5454
EURO bleibt unter Druck
Unverändert von der wöchentlichen Tendenz ging EUR/USD auch Freitag aus dem Rennen. Die Europäische Gemeinschaftswährung bleibt unverändert schwach und hat sich nun als nächstes nachhaltiges Ziel die wichtige Marke von 1.2500 vorgenommen. Auch am Freitag waren die US Wirtschaftsdaten zum Konsumklima mehr als unentschieden. Während die Einzelhandelsumsätze noch überraschend gefallen sind, hat sich auf der anderen Seite das allgemeine Konsumklima etwas aufgehellt. Somit kann man auch diesmal die Daten nicht für eine Prognose gebrauchen. Derzeit wird der US Dollar einfach gesucht, so dass es damit im Moment anscheinend wenig Sinn macht, dagegen zu fighten. Der Trend bleibt also positiv für den US Dollar gegen den Euro.
Tageschart EUR/USD: Dollar bleibt gesucht
EUR/JPY
Mehr als langweilig gestaltet sich derzeit das Trading in EUR/JPY. Die wichtige psychologische Marke von 150.00 in EUR/JPY bleibt als obere Begrenzung weiter intakt und zieht immer wieder Verkäufer an. Großartig fällt aber auch bei einem Scheitern dieser Marke die dann folgende Bewegung nicht aus. Mehr als ein paar Pips lassen sich im Moment hier nicht verdienen. Auch die Ansage Seitens der Bank of Japan, dass sich unter umständen noch dieses Jahr an der Zinsfront etwas tut, bringt den Markt nicht weiter. Das Schöne gerade im FX Trading ist ja vor allem, dass man eine Vielzahl an Währungsgruppierungen handeln kann. Somit braucht man sich daher an einer aktuell langweiligen Währung nicht großartig aufhalten. Wie gesagt, ist im Moment im Yen alles in allem wenig zu holen. Impulse sind Mangelware.
Kurzfristige Unruhen
Für nahezu sämtliche Märkte war vor allem letzte Woche der Flugzeugcrashs in New York nur ein kurzer Impuls. Solange zumindest bis klar war, dass es sich nicht um einen Terroranschlag gehandelt hat. Ein neuer Impuls könnte aber für die Devisenmärkte von den Commodities kommen. Allen voran Gold und ÖL. Obwohl es bislang wieder zu Entlastungen an der Ölfront gekommen ist, könnte eben genau diese Entlastung unter Umständen schon wieder zu Ende sein. Am Freitag konnte Öl um ca. 1% zulegen. Zum einen gab es Gerüchte über Drosselungen der Fördermengen Seitens der OPEC und zum anderen wurden in Norwegen zwei wichtige Ölfelder wegen Sicherheitsbedenken geschlossen. Selbst davon kamen aber auch keine großartigen Impulse für den Devisenmarkt. Um es kurz zusammen zu fassen, die Langeweile dominiert derzeit ganz klar. Hoffentlich nicht mehr lange, denn viele Trader werden dann gezwungen sein übermäßige Risiken einzugehen um für das Jahresende mit einer guten Performance aufwarten zu können. Hoffen wir daher endlich auf ein paar reizvolle Impulse die uns den ein oder anderen Trade bieten werden.
