EUR/JPY - Ist immer noch Aufwärtspotential vorhanden?
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 7. Februar 2012, 13:00 Uhr
ENL5454
"Die Kreuzunterstützung, bestehend aus einer mittelfristigen Abwärtstrendlinie und den Zwischentiefs Ende Mai/Anfang Juni 2001 bei ca. 100 EUR/JPY, die ich in der letzten Analyse am 4. November gesehen habe, hielt bislang sehr gut Stand, auch wenn der Kurs schon leicht darunter tendierte.
Das Potential, welches ich aus der Chartformation in diesem Währungspaar abgeleitet habe, konnte noch nicht genutzt werden. Doch ist es immer noch vorhanden."
So begann ich die letzte Analyse dieses Währungspaares am 2. Januar diesen Jahres. Wirft man einen Blick auf den folgenden Chart, so könnte man meinen, ich hätte diese Zeilen zu diesem aktuellen Chart geschrieben.
(Quelle: CFX-Broker) EUR/JPY, Candlestick-Chart, Monatskerzen
Genauso kann ich auch einen weiteren Teil aus der damaligen Analyse 1:1 übernehmen:
"Es gibt noch ein tieferes Tief bei ca. 88,9 EUR/JPY im Jahr 2000. Der Chart sieht grundsätzlich negativ aus, aufgrund der stets tieferen Tiefs. Daher ist auch dieses Tief durchaus noch erreichbar.
Doch zunächst könnte an der Kreuzunterstützung eine Gegenbewegung ausstehen, die natürlich auch jederzeit durch eine erneute Intervention ausgelöst werden könnte. Das Potential liegt bei bis zu 114 EUR/JPY."
Die Gegenbewegung hat inzwischen bereits begonnen bzw. stattgefunden. Dies ist jedoch besser zu sehen bei einem Blick auf den kurzfristigeren Chart.
(Quelle: CFX-Broker) EUR/JPY, Candlestick-Chart, Wochenkerzen
Die Gegenbewegung endete jedoch schon wieder beim kurzfristigen (blauen) Abwärtstrend. Ist sie damit schon wieder zu Ende?
Nun, in Anbetracht der immer noch möglichen Elliott-Wellen-Formation des fallenden diagonalen Dreiecks besteht immer noch enormes Aufwärtspotential, zunächst bei Bruch des kurzfristigen Abwärtstrend auf (wegen der sinkenden roten Abwärtstrendlinie inzwischen nur noch) 113 EUR/JPY.

Abbildung: fallendes diagonales Dreieck aus der Elliott-Wellen-Theorie
Doch dazu muss sich wohl die Konjunktur in Europa erst fangen, damit der Euro wieder gegenüber dem Yen zulegen bzw. aufwerten kann. Hoffen wir, dass dies (das Erreichen des Konjunkturtiefs in Europa) bald passiert, nicht nur für einen möglichen Long-Trade, sondern auch im Sinne aller Europäer.
Rein für einen Long-Trade könnte natürlich auch gerne die japanische Notenbank per erneuter Intervention zumindest kurzzeitig für Aufwärtsschwung sorgen. Da dies jederzeit passieren kann, würde ich auf Short-Trades vorsichtshalber verzichten, wenn man eher weiter sinkende Kurse sieht. Ich persönlich habe mich allerdings eher long positioniert.
Ich wünsche Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus