EUR weiterhin fest
Daniel Fehring in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 28. August 2006 08:30 Uhr
ENL5454
In Japan war heute Morgen die Zinsdiskussion wieder auf dem Tisch. Dabei kamen die Befürchtungen auf, dass die EZB eine schnellere Gangart die Zinsen anzuheben haben wird als die BoJ (Bank of Japan).
Dies verhalf dem EUR bis 6.15 Uhr in neue Höhen bis 149,80. Spannend wird es bei der Marke um 150. Hier liegen sehr viele Verkaufsorder und zugleich auch Stopp Loss Orders. Sollte diese Marke tatsächlich fallen, dann sehen wir einen kräftigen Schub in Richtung 150,25. Das sollte es dann aber mit dem Kursanstieg vorerst gewesen sein.
Der EUR konnte auch in der asiatischen Sitzung gegenüber dem USD zulegen. Gestartet war er mit 1,2760 und streifte im laufe des Handels die 1,28. Dann ging erst einmal die Kraft aus somit verharrte der Kurs bei 1,2785.
Spannend wird es heute in dem Währungspaar USD/JPY. Nach dem rasanten Anstieg des USD auf 117,40, waren heute Morgen leichte Gewinnmitnahmen zu sehen. Die Frage ist nur, ob der Trend weiter anhält und das alte High bei 118 übertroffen wird. Geschieht dies, dann ist der Kurs mit Sicherheit auf dem Weg Richtung 119,35.
Stürmische Zeiten
Den Amerikanern weht der Wind wieder ins Gesicht. Am Wochenende sind einige Bohrinseln im Golf von Mexiko evakuiert worden, da ein neuer Sturm (Ernesto) diese bedrohen könnte. Noch ist dieser Sturm zu undefiniert, aber es könnte ein grösserer Hurrikane entstehen.
Dies könnte bedeuten, dass der Ölpreis erneut an der Marke von 70 USD nach unten gescheitert ist und jetzt tatsächlich die Marke von 80 USD in Angriff nehmen wird.
Der Iran hat gestern einen Raketen-Langstreckentest erfolgreich durchgeführt. Nach Expertenmeinung diente dieser um entsprechende Trägerraketen zukünftig atomar zu bestücken. Dieses Unterfangen dürfte wieder einmal die Absicht des Irans, nicht von ihrem Nuklearprogramm abweichen zu wollen, beweisen.
Ebenfalls besorgniserregend war letzte Woche das gemeinsame Manöver von amerikanischen und südkoreanischen Streitkräften an der nordkoreanischen Grenze. Dies wurde von der diktatorischen Führung Nordkoreas als Provokation angesehen und somit dauerte es nicht lange und es wurde mit einem militärischen Präventivschlag gegen Südkorea gedroht. Diesem Machtgerangel sollte aber nicht zuviel Bedeutung beigemessen werde, da diese Manöver seit ca. 20 Jahren abgehalten werden und jedes Mal mit militärischen Massnahmen gedroht wird.
Ausblick
Der heutige Handelstag wird vorraussichtlich ruhig verlaufen. Wirtschaftsdaten werden erst im laufe der Woche veröffentlicht. Die Börsen in England sind geschlossen, somit fällt ein Grossteil des Umsatzes weg.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag
Herzlichst
Daniel Fehring
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