Es zeichnet sich ab, dass bei Gold die Power kurzfristig raus ist
Profit Radar zum Thema Gold als Geldanlage
vom 20. Februar 2008 19:00 Uhr
ENL5454
Ich sage nicht, dass der Goldpreis „einbrechen“ wird. Man merkt deutlich, dass die euphorische Luft erst mal raus ist. Die Dynamik ist weg. Das Edelmetall konsolidiert weiter um die Marke von 900 US$/Feinunze. Tatsächlich konnte der Goldpreis in seiner neuen Anstiegswelle die alten Hochs von 937 US$ nicht überwinden. Das ist ein kurzfristig bärisches Zeichen.
Natürlich sind noch alle Aufwärtstrends intakt. Und nach dem dynamischen Anstieg von 800 US$ auf 900 US$ in gerade mal 2 Monaten ist eine solche Konsolidierung absolut gesund. Aber wenn man diese Entwicklung mit anderen Märkten verbindet (genau das ist ja die „Intermarket“-Analyse“), dann zeigt sich: Die „heiße Phase“ bei Gold könnte erst mal vorüber sein. Wohlgemerkt: In einem kurzfristigen Zeitfenster.
Ich rechne jedoch damit, dass es nicht viel Abgabedruck nach unten geben wird. Denn bei Gold finden sich einfach kaum Verkäufer im Markt. Der einzige Druck kommt hier von Bankreserven, die aufgelöst werden könnten. Notenbanken sind eigentlich die einzigen Adressen, die als große Verkäufer am Markt auftreten (Ausnahme: Hedge Fonds). Doch ich gehe davon aus, dass das immer breiter werdende Interesse an Gold dafür sorgen wird, dass selbst ein solches Angebot vom Markt absorbiert werden wird.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi