Es könnte wieder etwas passieren!
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 18. Oktober 2004 18:00 Uhr
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Ooh la la ... liebe(r) Leser(in), es könnte wieder etwas passieren.
Zunächst einmal sind die Preise von Industriemetallen gefallen – und zwar stark. Kupfer hat letzte Woche den größten Tagesverlust seit 14 Jahren hinnehmen müssen, inzwischen hat es sich schon ein wenig erholt. Kupfer wird von mir auch "Doktor Kupfer" genannt. Warum? Weil Kupfer für fast alles gebraucht wird: Motoren, Kabel, Telefone, Computer ... alles. Also wenn die Nachfrage nach Kupfer plötzlich zurückgeht, dann bedeutet das, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamt.
Während die Industriemetalle billiger geworden sind, ist der Goldpreis leicht gestiegen.
Gold wird nicht industriell benötigt. Es wird als Schmuck gebraucht, und als Geld. Und es ist normalerweise Gold, das die Leute kaufen, wenn sie sich nicht so sicher sind, dass das Papiergeld der Welt weiter bestehen wird. Es ist Gold, das die Leute kaufen, wenn sie sich nicht sicher sind, dass ihre Anleihen, Aktien und Immobilien ihren Wert behalten werden.
Auch der Dow Jones tut Präsident Bush keinen Gefallen. Wenn es stimmt, was ich gelesen habe, dann ist ein amerikanischer Präsident noch nie wiedergewählt worden, wenn der Dow Jones im Oktober gefallen ist. Bis jetzt ist der Dow Jones gefallen. Aber der Oktober ist noch nicht vorbei; alles könnte passieren.
Ein Kollaps des Dow Jones – entweder vor oder nach der Wahl – wäre ein Ereignis. Ein Sieg von Kerry wäre auch ein Ereignis. Kerry und Bush unterscheiden sich im Kern nicht – beide wären glücklich, wenn sie Amerikas Weg in den Ruin anführen könnten. Aber Kerry sagt, dass er einen anderen Weg nehmen würde. Anstatt die Steuern zu senken und die Staatsausgaben zu erhöhen, würde er die Steuern erhöhen und sogar noch mehr ausgeben.
Wäre das für die amerikanische Wirtschaft gut? Nun, schwer zu sagen. Kurzfristig wären Steuererhöhungen wahrscheinlich desaströs. Den Konsumenten geht bereits jetzt das Geld aus. Und Ersparnisse haben sie fast keine. Steuererhöhungen würde eine schlechte Situation nur verschlimmern.
Aber höhere Staatsausgaben würden das irgendwie ausgleichen. Wenn die Konsumenten nicht mehr Geld ausgeben können, dann kann da theoretisch die Regierung einspringen. Natürlich würde das Ergebnis davon langfristig noch katastrophaler sein, als wenn die Regierung gar nichts getan hätte. Aber beide Parteien streben das an. Den Amerikanern stehen die Schulden schon bis zum Hals.
Sowohl die Republikaner als auch die Demokraten haben nun Programme, die diese Schulden noch höher steigen lassen werden.
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