Es kann eigentlich nur besser werden
Jürgen Schmitt in Insider Daily
vom 1. September 2010, 14:30 Uhr
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Lesen Sie heute im Insider Daily einen interessanten Marktkommentar aus dem aktuellen Strategie-Papier vom AKTIEN-MONITOR von Jürgen Schmitt.
Es kann eigentlich nur besser werden
Guten Tag meine Damen und Herren,
während das internationale Kapital nach wie vor in die vermeintlich sicheren Anleihenmärkte strömt und die Renditen hier immer weiter in den Keller rasseln, vollziehen die Aktienmärkte wieder einmal einen technischen Drahtseilakt. Die Unterstützungen in der laufenden Seitwärtskonsolidierungen lieferten sowohl hierzulande als auch in Übersee erneut die Initialzündung für eine Gegenbewegung. Die laufende Woche könnte also zur Abwechslung wieder einmal mit einer freundlichen Tendenz verlaufen. Gelingt im DAX der Sprung zurück über 6.000 Punkte sind auch rasch wieder Kurse um 6.200 Zähler vorstellbar. Die Konjunkturdaten aus Deutschland rechtfertigen eine freundliche Tendenz allemal, allerdings sorgen anhaltend schwache US-Daten dafür, dass sich sowohl die Privatanleger als auch Fonds und institutionelle Investoren nicht aus der Deckung wagen.
Wann erfolgt die Trendwende am US-Arbeitsmarkt?
Auch wenn es schon seit Jahren Theorien über eine mögliche Abkopplung des deutschen Aktienmarktes von der Wall Street gibt, bestimmen Dow Jones & Co. weiterhin auch die grundlegende Börsentendenz hierzulande. Und auch in Asien wartet man ungeduldig auf Besserungssignale aus den USA. Der amerikanische Arbeitsmarkt spielt dabei aus meiner Sicht die Schlüsselrolle. Denn hiervon hängen das Verbrauchervertrauen und damit die Konsumfreude der US-Bürger ganz entscheidend ab. Nachdem die US-Konzerne in den letzten Monaten vor allem aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen (vor allem auf der Personalseite) konsolidiert haben, steht die nächste Beschäftigungswelle in den Startlöchern. Denn jetzt geht es wieder darum, die Kapazitäten auszubauen. Dann folgen die üblichen Kettenreaktionen, an die derzeit niemand so richtig glauben mag. Die Wende am Arbeitsmarkt wird aus meiner Sicht in den nächsten 6 bis 8 Wochen erfolgen. Der Aktienmarkt könnte aber bereits zuvor damit beginnen, darauf zu spekulieren. Diese Entwicklung sollten Sie genau im Auge behalten.
Jürgen Schmitt
Chefredakteur vom AKTIEN-MONITOR.
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