Es ist vorbei bevor es wirklich begonnen hat

in Profit Radar
vom


In der letzten Ausgabe hatte ich Ihnen schon beschrieben, dass wir im Energiesektor in eine neue Zeitrechnung „nach Fukushima" eintreten. In dieser neuen Epoche stehen die großen Verlierer schon fest: Die Atomenergiebranche und die Uranunternehmen aus dem Rohstoffsektor.

Das ist ein herber Schlag. Es hatte zuvor Jahre gedauert, bis sich die Atomenergie sich aus dem dunklen Keller wieder nach oben arbeiten konnte. Die neue Aufwärtsphase war gerade dabei, in die zweite Phase ihres Bullenmarktes zu starten. Doch das ist nach Fukushima vorbei, bevor es wirklich angefangen hat.


Uran-Produzenten wie Cameco oder Energy Resources of Australia werden nicht Pleite gehen. Aber auch bei diesen Werten ist sich die Kursphantasie nun erst mal auf absehbare Zeit geplatzt wie ein Luftballon. Wie ich Ihnen schon schrieb, sieht es bei sehr vielen Uran-Explorern noch schlechter aus.

Deren Aktien Kurse werden, abgesehen von einigen kurzfristigen Trading-Bewegungen nach oben, in den kommenden Jahren massive Underperformer sein. Und das ist sogar noch das zweitbeste Szenario für diese Werte. Das beste Szenario ist nun für fast alle Uran-Explorer eine Übernahme durch einen Big Player.

Aber: Dafür kommen nur Projekte in Frage, die schon weit fortgeschritten sind. Denn in den kommenden Jahren wird es wesentlich schwerer und zeitaufwendiger werden, eine Uranproduktion aufzubauen. Das wird besonders für die Umweltgenehmigungen gelten. Dabei sind diese Genehmigungen ohnehin nur schwer zu bekommen und dauern eine halbe Ewigkeit. Ab jetzt wird dieser Prozess noch zeitintensiver werden - und die Firmen dementsprechend mehr Geld kosten.

 

von
Daniel Wilhelmi
Daniel Wilhelmi

Daniel Wilhelmi ist als langjähriger Börsenjournalist aus Printmedien, zahlreichen Vorträgen und dem TV, z.B. „3sat-Börse“ oder „heute-journal“, bekannt.


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