Es ist vollbracht!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 8. Dezember 2010, 08:30 Uhr
einige Wochen war es das beherrschende Thema unter den Marktteilnehmern, jetzt müssen sich diese neuen Gesprächsstoff suchen: Die 7.000er-Marke wurde endlich überwunden. Die Jahresendrallye ist damit ein Stück weiter vorangekommen. Mangelnde Anlagealternativen sprechen dafür, dass die Rallye weiter andauern wird, doch die vielen Baustellen, wie etwa die europäische Schuldenkrise und die US-Wirtschaft, die nicht so recht anspringen will, spielen den Pessimisten in die Karten. Solange aber die Bullen das Zepter derart fest in der Hand halten, halte ich an der ersten Variante fest. Erst wenn ein klarer Trendbruch angezeigt wird, sind Short-Investments zu bevorzugen, denn Trades in Trendrichtung sind einfach sicherer. Die Erfolgsaussichten sind wesentlich höher einzustufen und auch für die Psyche ist es entspannter, dem Trend zu folgen. Antizyklische Trades begrenze ich daher zeitlich viel stärker als Trend-Trades. Ganz ausschließen möchte ich diese aber auch nicht, da gerade diese Bewegungen oft sehr stark und damit auch extrem lohnenswert sein können. Außerdem verläuft kein noch so intakter Trend gradlinig und die vielen, kleinen Korrekturbewegungen auch zu traden, erhöht die Tradeanzahl und damit auch die Performance - vorausgesetzt man handelt im Durchschnitt profitabel.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +0,68% |
| Dow Jones: | -0,03% |
| S&P 500: | +0,05% |
| Nasdaq: | -0,02% |
| EUR/USD: | -0,39% |
| Gold: | -1,18% |
| Silber: | +0,17% |
| Öl (Sorte Brent): | -0,87% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit drem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): schwache Vorgaben drücken den Dax wieder unter die 7.000er-Marke
Nachdem die Börsen in Europa Feierabend machten, ging es, nach einem freundlichen Beginn, mit den US-Indizes abwärts. Diese Bewegung wird hierzulande nun nachgeholt. Vorbörslich muss der Dax wieder die 7.000er-Marke an die Bären abtreten.
Von der starken Phase am gestrigen Handelstag konnte ich profitieren, denn als der breite Widerstandsbereich, der zwischen 6.965 und 6.978 Punkten verläuft, nach 9.30 Uhr ein zweites Mal überwunden werden konnte, bin ich long eingestiegen. Ein Teil-Ausstieg beim Erreichen der 7.000er-Marke und ein Ausstieg in der Nähe des Tageshochs - gleichbedeutend mit dem neuen Jahreshoch - führten zu einem schönen Gewinn.
Meine Trigger-Marken passe ich heute etwas an. Der obere Rand des Widerstands-/Unterstützungsbereichs wird heute keine Trade-Aktivität auslösen - zumindest nicht zu Handelsbeginn - sondern der untere. Wird also der Dax auch noch unter die Unterstützung bei 6.965 Punkten gedrückt, gehe ich short. Um die Kurs-Zone bei 6.950 Punkten tummelten sich die Bullen in der jüngsten Vergangenheit immer wieder. Es kann daher gut sein, dass hier bereits wieder die Reise gen Süden endet. Ich bin also schnell dabei, die Position auch wieder zu schließen. Wird diese Kurs-Zone jedoch nach unten verlassen, steht ein Test der 6.900 Punkte-Marke bevor. Hier bin ich wieder bereit, auf die Bullen zu setzen und Long-Positionen einzugehen, falls sich der Dax auf diesem Kursniveau stabilisieren kann.
Auf der Oberseite löst die Rückeroberung der 7.000er-Marke einen Long-Einstieg aus. Ein Gewinn (Ausstieg oder Teil-Ausstieg) wird am neuen Jahreshoch um 7.040 Punkte gesichert, wenn es auch heute den Bullen nicht gelingen sollte, an dieser Stelle weiter voranzukommen. Wird die 7.000er-Marke nach deutlich höheren Notierungen wieder nach unten verlassen, gehe ich short.
Nach einem verlustreichen Beginn mit Notierungen unter der Kurs-Zone um 6.950 Punkten, gehe ich long, sofern im Anschluss die obere Begrenzungslinie des Widerstandsbands bei 6.978 Punkten überwunden wird.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 33 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Ein Tag nach der Eroberung der 7.000er-Marke muss der Dax wieder kleiner Brötchen backen. Die Vorgaben sind einfach zu schwach!
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
