Es ist noch Potenzial vorhanden
F.G. und Daniel Fehring in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 08. Dezember 2006 08:30 Uhr
ENL5454
Heute freuen wir uns über einen Gastbeitrag von Herrn F.G., einem sehr erfahrenen Daytrader: Es ist noch Potenzial vorhanden
Pauschal mit Sicherheit eine Aussage mit großem Wahrheitsgehalt , unabhängig von einem speziellen Sachverhalt. .
Gehen wir einen Schritt und schauen uns die Politik im Großen wie im Kleinen an , ich glaube so eine Anhäufung von Potenzialen und daraus resultierenden Gestaltungsspielräumen, bekommen wir so schnell nicht mehr zu sehen. Wobei ich mir fast sicher bin, daß dies die Betroffenen anders sehen.
Aber das ist in der Politik wie beim traden , mit fremden Geld läßt sich leicht umgehen.
Wir können bei uns Devisentradern weitermachen und finden bei näherer Betrachtung genügend Verbesserungspotenzial ,unser Handeln und ich spreche hier vor allem von mir, effizienter und damit vielleicht einen Tick, erfolgreicher zu gestalten.
Egal wo wir hinschauen , es ist Potenzial vorhanden.
Das interessante an der obigen Aussage ist, daß dies die Überschrift zu einem Kommentar zum Thema Devisen , speziell zum Euro , des Chefredakteurs eines norddeutschen Provinzblattes ist,
einer Zeitung ,die normalerweise zu 95 % über Dorfschlägereien , Hochzeiten und Beerdigungen , also alles was uns interessiert, und das meine ich so, berichtet.
Damit sollten auch die letzten Verschlafenen auf das Potenzial des Euro hingewiesen werden und drauf setzen.
Für uns müßte dies eigentlich bedeuten, daß wir in Richtung Dollar gehen sollten, den Sie wissen ja , wenn letztendlich die Masse dem Messias nachrennt, bedeutet dies meist nichts Gutes.
Wobei die Aussage des Redakteurs stimmt , Potential ist da, nur wird es auch ausgenutzt und für uns die wichtige Frage , wann?
Auch das ist im Grunde sekundär, die Hauptsache ist, egal wann es los geht , wir müssen zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Zug sitzen.
Und um dies zukünftig punktgenau feststellen zu können, müssen wir von unserem zweifelsfrei vorhandenen Potenzial noch einiges freilegen. Denn Sie wissen ja , das Bessere ist der Feind des Guten.
Uns allen einen erfolgreichen Handelstag.
F.G.
Das Währungspaar
Warum gibt es Währungspaare?
In den Medien oder im Volksmund wird immer vom Dollar gesprochen. Es müsste EUR/USD heissen. Ansonsten ist es nicht klar gegen welche Währung man den Dollar (USD) sieht.
Nicht selten kann man den Satz hören: „Der Dollar ist heute gefallen". Damit ist meistens der Kurs gemeint, aber der Kurs bezieht sich auf EUR/USD. Somit ist bei einem fallenden Kurs der Wert des Dollars gestiegen.
Zur Verdeutlichung ein kleines Rechenbeispiel:
Der momentane Wert des EUR gegen den USD beträgt 1,3310.
D.h. für einen EUR müssen sie 1,3310 USD bezahlen. Fällt der Kurs auf 1,3210, dann muss für einen EUR nur noch 1,3210 USD bezahlen. Mit anderen Worten der Kurs ist gefallen und der Wert des USD ist gestiegen.
Wenn Sie Währungen handeln, haben Sie immer 2 Positionen, wobei sich die eigentliche Position auf die Basiswährung bezieht. Die Basiswährung steht immer zu erst. Im Fall von EUR/USD ist der EUR die Basiswährung.
Möchte ich short in EUR/USD gehen, dann verkaufe ich den EUR und bekomme dafür USD. Somit bin ich einmal short und einmal long. Fällt der Kurs von EUR/USD, dann kann ich den EUR zu einem günstigeren Kurs wieder zurückkaufen, weil der USD an Wert gegenüber dem EUR zugelegt hat. Dadurch ergibt sich ein Kursgewinn.
Das bei einem Broker eingezahlte Kapital hat nichts mit meinen Positionen zu tun und dient ausschliesslich als Sicherheitshinterlegung (Margin). Unterhalte ich ein EUR-Konto, dann kann ich bei meinem Broker auch CAD/USD handeln und muss nicht erst die eingezahlten EUR dafür umwechseln.
Früher war das noch einfacher. Das Münzgeld hat der König Krösus vor 2500 Jahren eingeführt, weil er seine Soldaten gleichermassen bezahlen wollte. Die Geldscheine haben, wie so vieles, die Chinesen erfunden. Nur hatten die Geldscheine den Nachteil, dass sie nicht aus Gold oder Silber bestanden. Somit entstand die Frage, was der Gegenwert für diesen Geldschein war. Anfang des letzten Jahrhunderts deckte die Regierung das Papiergeld durch Goldreserven ab. Das war aber zu umständlich und unflexibel geworden. Somit bürgt heute allein die Wirtschaftskraft eines Landes für den Wert des Geldes. Für mich ist dies ein sehr fragwürdiges System, aber in dieser Frage bin ich nicht ausschlaggebend.
Fakt ist, dass der Handel mit Währungen ein Tausch in eine andere ist. Fakt ist auch, dass der Wert einer Währung sehr fiktiv ist und nicht bemessen werden kann. Ansonsten gäbe es keine grossen Schwankungen unter den Währungen, weil sich der Wert einer Währung nicht so schnell ändern kann.
Das Währungssystem ist ein künstliches Gebilde und es wird von wenigen benutzt um Macht auszuüben.