Es ist doch noch nicht Mai!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 29. April 2010, 08:30 Uhr
nach einer derart langen Wartezeit ist es nicht verwunderlich, dass die Bären unter den Marktteilnehmern extrem ungeduldig wurden. Entsprechend extrem fällt eben auch die Reaktion aus, wenn sich die Bullen verängstigt zurückziehen. Seit zwei Tagen dominieren wieder einmal Ängste die Börsen und das führt immer zu fallenden Kursen. Hervorgerufen wird die Korrektur durch eine Serie von Rating-Herabstufungen. Nach Griechenland und Portugal musste nun auch Spanien dran glauben. Die Sorge um eine Ausweitung der Krise war also berechtigt. Die Trader-Weisheit „sell in may and go away" könnte sich dieses Jahr schon Ende April bewahrheiten.
Die Wall Street stemmte sich aber gestern erfolgreich gegen die Krisenmeldungen aus Europa. Zahlreiche gute Quartalszahlen amerikanischer Unternehmen lenken dort die Marktteilnehmer vom europäischen Krisenherd ab. Auch die amerikanische Notenbank ließ mit ihren Äußerungen den Puls der Börsianer wieder fallen. Bei der Fed-Sitzung, die wie erwartet keine Zinsanpassung beschloss, wurde der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass der Leitzins noch lange extrem niedrig bleiben soll.
Die Fakten: Während der Dax 1,2% nachgab, kann der Dow Jones nach einer Berg- und Talfahrt schließlich fast 0,5% zulegen.
Ich selbst nutzte die beiden erfolgreich abgeschlossenen Trades, um ruhigen Gewissens meinen Arbeitstag vorzeitig zu beenden und mit der Familie das schöne Wetter zu genießen. Am Wochenende soll es ja leider wieder schlechter werden. Nicht nur beim Traden, auch bei der Freizeitgestaltung gilt es, möglichst mit dem Trend zu gehen.
Noch etwas Geduld!
Nur noch wenige Tage, dann startet endlich der Trader-Blog auf den Seiten des CFX Broker. Neben interessanten Marktgeschehnissen kann ich Ihnen über diesen Weg auch Trading-Ideen weiterer Handelsinstrumente (Kategorien: Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe) zeitnaher vorstellen. Ich bin schon gespannt, wie Ihnen dieses neue Format gefallen wird!
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): ich hatte andere Pläne
Das erste Fangnetz konnte den abstürzenden Dax nicht auffangen. Es ging unter die wichtige Unterstützungsmarke bei 6.094 Punkten - ein früheres Jahreshoch. Damit wurde meine Short-Order bei 6.086 Zählern ausgeführt. Die 6.000er-Marke hatte ich nun anvisiert, doch nicht der Markt. Gut 20 Punkte zuvor hielt der Dax entschieden dagegen. Sehen Sie sich die drei Kerzen in Nähe des Tagestiefs genauer an: Jeweils recht lange untere Schatten der Kerzen - ich verwende ausschließlich Candlesticks, da diese die Marktlage interpretieren lassen - deuteten daraufhin, dass die großen Adressen den Dax über der magischen 6.000er-Marke halten wollten. Eigentlich war dies dann ein guter Zeitpunkt, um auch die Position zu drehen, doch ich hatte bei dem schönen Wetter andere Pläne. Die Short-Position schloss ich aber nach meiner Analyse der Candlesticks (Ausführung zu 6.052,5).
Gestriges Ergebnis: Gewinn 33,5 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Die Kerzen in Nähe meines Trade-Ausstiegs hatten einen Intraday-Reversal schön angekündigt.
Und wirklich: Der Markt drehte und der Dax legte eine schöne Aufwärtsbewegung hin. Später ging es dann wieder abwärts und im vorbörslichen Handel hat es der Dax mit der Widerstandszone um 6.094/100 Punkten zu tun. Unter anderem sorgen die guten Siemens-Zahlen, die eben veröffentlicht wurden, für etwas Auftrieb. Auch die stabile Verfassung der Wall Street erhöht, nach zwei äußert schwachen Tagen, die Chance auf eine technische Gegenreaktion. Ich gehe daher, eventuell auch schon vorbörslich, long, sobald die 6.100er-Marke klar übersprungen wurde. Bei 6.170 Punkten liegt eine weitere Trigger-Marke für Trade-Aktivitäten. Geht den Bullen hier die Puste aus, stelle ich etwaige Long-Positonen glatt und eröffne eine Short-Position. Ansonsten bleibe ich long investiert, wobei das Tagesmaximum einer Gegenreaktion bei 6.200 Punkten liegt.
Geht es heute eindeutig über die 6.100er-Marke und wir diese runde Kurs-Marke dann aber im Laufe des Tages wieder nach unten verlassen, gehe ich short. Bei 6.020 Punkten, dem gestrigen Boden, oder bei 6.000 Punkten lege ich mich ebenfalls auf die Lauer. Solange diese Unterstützungen halten, befinden wir uns nur in einer normalen Korrekturphase und ein Abstoßen an diesen Kurs-Zonen beantworte ich mit Long-Einstiegen. Wird aber die 6.000 Punkte-Marke unterschritten, muss mit einer für Bullen schmerzhaften Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden. Dementsprechend löst dieses Ereignis dann auch einen Short-Einstieg aus.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
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Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
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