Es geht doch: Teurer Ausgabeaufschlag um 30% reduziert
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 25. November 2008, 19:00 Uhr
ENL5454
Letzten Freitag hatte ich im Profit Radar darüber berichtet, dass einer guten Bekannten von mir eine auf Frauen spezialisierter Finanzdienstleister ein Anlagekonzept erstellt hat, bei der ausschließlich Fonds mit einem hohen Ausgabeaufschlag von über 5,5% empfohlen wurden.
Bei einer Anlagesumme von rund 300.000 € wären also auf einen Schlag 16.500 € fällig gewesen. Hinzu kommt noch eine jährliche Verwaltungsvergütung von im Schnitt 1,75% - macht also noch mal 5.250 €. Damit hätte sich der Verlust im 1. Anlagejahr nach diesem Anlagekonzept auf fast 22.000 € summiert. Dabei stand als Vorgabe für die Beratung von vornherein der Kapitalerhalt im Vordergrund.
Bei einem erneuten Gespräch zu Beginn dieser Woche sah es dann plötzlich doch etwas anders: Die Vermögensberaterin war sofort mit einer Reduzierung des Ausgabeaufschlags um 30% zufrieden. Angesichts der Tatsache, dass den Fonds die Anleger davonlaufen und Milliarden abgezogen werden, manche Fonds mangels Liquidität geschlossen werden mussten, ist das mit Sicherheit zunächst nur ein erster Schritt.
Argumentiert wurde übrigens mit der Abgeltungssteuer, die ab 2009 gilt. Dazu habe ich auch ein Mail von Taipan-Leser Bernhard B. bekommen.