Es blieb kein Krümel übrig
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 10. Juni 2010, 08:30 Uhr
der Weg der bullisch eingestellten Marktteilnehmer war klar aufgezeichnet. Dem Dax fehlten gestern, nach einem fulminanten Anstieg am Nachmittag, nur noch wenige Punkte zum Erreichen der magischen 6.000er-Marke. Nach einem freundlichen Start an der Wall Street, musste der Dow Jones von Stunde zu Stunde ein weiteres Stück der frühen Gewinne abgeben. Insbesondere die Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel zu Stützungsmaßnahmen kamen nicht gut an. Am Ende blieb dann kein Krümel mehr übrig und die Bären hatten noch immer nicht genug. Mit moderaten Verlusten gingen Dow Jones & Co. aus dem Handel, was natürlich auch beim Dax nachbörslich zu bemerken war. Die Rückeroberung der 6.000er-Marke ist damit erst einmal verschoben.
Der Kurzüberblick:
Dow Jones: -0,41%
S&P 500: -0,59%
Nasdaq: -0,93%
EUR/USD: +0,53%
Gold: -0,41%
Silber: -1,57%
Öl (Sorte Brent): +2,21%
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Trading-Ideen anderer Handelsinstrumente werden im CFX Broker Blog vorgestellt.
Dax (DAX.I): vorbörslich nach oben
Lange hatte ich gestern auf meinen ersten Trade warten müssen. Am frühen Nachmittag konnte dann aber der Doppel-Widerstand - Hürde bei 5.915 Punkten sowie die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) - endlich überwunden werden (Einstieg zu 5.933). Der Trade kam aber nicht recht vom Fleck. Letztlich gab ich mich dann (zu früh) mit einem kleinen Gewinn zufrieden (Ausstieg zu 5.949).
Nach den schlechten Vorgaben aus den USA, sieht es in Asien vergleichsweise gut aus. Entsprechend wird auch der Dax deutlich über den gestrigen Tiefs vom Abend gesehen. Dort konnte die 5.900er-Marke Schlimmeres verhindern.
Am Montag deckelten die beiden aufeinander liegenden Durchschnittslinien (50er- und 200er). Nun verlaufen die beiden Linien wieder nahezu parallel, was in diesem Fall zu einer Verstärkung der Unterstützungsmechanismen führen sollte. Auch die Kurs-Zone um 5.915 Punkte und die 5.900er-Marke stützen den Dax. Erst wenn all diese Hilfen nichts mehr nützen, gehe ich short. Dann rechne ich mit einem Rückgang bis 5.830 oder 5.800 Punkte. Dreht hier der deutsche Leitindex nach oben, decke ich Short-Positionen ein und gehe im Anschluss long.
Long ist angesagt, falls die 6.000er-Marke überwunden wird. Außerdem bei einem Rückgang, wenn an einer der erwähnten Unterstützungen der Dax dreht - der Long-Einstieg erfolgt dann aber erst bei einem Überwinden der 200er-Linie.
Scheitert der Dax an der 6.000er-Marke oder aber eine Etage höher bei 6.100/10 Punkten, gehe ich short.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 16 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Vorbörslich kämpfen die Bullen mit der 5.900er-Marke. Bislang hat sie nicht nachgegeben.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
