Erzählungen von der südlichen Hemisphäre
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte
vom 27. Januar 2012, 07:30 Uhr
ENL5462
Die südliche Hemisphäre ist kein schlechter Ort. Wenn die kalten Winde aus Baltimore die südliche Spitze von Afrika erreichen, dann sind sie durch den Südatlantik erwärmt worden. Die Blumen blühen. Die Sonne scheint. Sanfte Brisen über den Feldern und Parkplätzen.
Soweit ich das sehe, boomt Südafrika. Wenn man die Straßen langfährt, dann könnte man denken, man sei in Süd-Kalifornien...oder Texas. Bis auf die Tatsache, dass es in Johannesburg neuer und moderner aussieht als in Los Angeles. Die meisten der Straßen...Geschäfte...Büros, die man in Johannesburg sieht, wurden erst vor ein paar Jahren eröffnet. Die in Los Angeles bereits vor Jahrzehnten.
Aber es gibt viele arme Menschen in Afrika - mehr als in Kalifornien. Und einige von denen sind keine guten Nachbarn. So warnen z.B. Verkehrsschilder an bestimmten Kreuzungen vor Entführungen, die an bestimmten Orten populär sind. Stacheldraht, der großzügig auf Mauerkronen verteilt ist, erinnert den Besucher daran, dass dies kein Paradies ist.
Melbourne, Australien, ist ebenfalls von der Sonne verwöhnt dieses Jahr. Aber es scheint sicherer, sauberer und urbaner zu sein. Die Leute fahren den Yarro Fluss entlang Fahrrad. Paare spazieren Hand in Hand vor dem alten Bahnhof oder entlang der engen Alleen, welche jetzt mit Tischen von Restaurants und Cafés geschmueckt sind.
Johannesburg ist erheblich billiger als Melbourne. Ich bezahlte 44 Dollar für ein Buffet-Frühstück im Crowne Plaza Hotel.
Allerdings ist Melbourne auch zu einer der teuersten und bevorzugsten Städte der Welt geworden. Jedes Jahr liegen Melbourne und Vancouver ganz vorne, wenn "The Economist" die Liste der lebenswertesten Städte der Welt veröffentlicht.
Um die wirtschaftliche Situation Australiens zusammenzufassen: Die Australier verkaufen Rohstoffe an China. Da die Chinesen darauf so großen Appetit haben, verdienen die Australier Geld. Die Preise steigen. Die Investoren sind zuversichtlich. Der Boom geht weiter.
Die australischen Immobilienpreise scheinen zu stark gestiegen zu sein, zumindest verglichen mit Baltimore. Ein Bürogebäude, welches im Herzen von Baltimore für vielleicht eine oder zwei Millionen Dollar verkauft werden könnte, wird in der St. Kila Gegend von Melbourne für 7 Mio. Dollar angeboten. Allerdings ist St. Kilda auch lebenswert, angesagt und attraktiv, mit einem aufregenden Nachtleben und dem Strand um die Ecke.
Baltimore hingegen....oh, vergessen Sie es.
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Zum ersten Teil von: Wachsender Einfluss der Banker auf die Politik
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