Erster „Durchatmer“ des Jahres
Henrik Voigt in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 5. Januar 2012, 08:30 Uhr
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die Börsen gaben gestern zwischenzeitlich leicht nach und verdauten ihre kräftigen Zuwächse vom Jahresbeginn. Wirklich wichtige Nachrichten fehlten. Im Bankenbereich das bekannte Bild: die Einlagen der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) waren am Mittwoch auf einen neuen Höchststand geklettert. Das Misstrauen der Institute untereinander war demnach nie größer als jetzt (diese parken ihr Geld lieber zu Minizinsen bei der EZB als es zu verliehen). Grundlos wird dieses Misstrauen nicht sein, auch wenn die Aktienbörsen gerade diese Risiken vollkommen ausblenden.
Aus Spanien wurde gemeldet, dass das Land erwägen soll, Gelder aus dem Euro-Rettungsschirm und vom IWF zu beantragen, um die Restrukturierung des Bankensektors zu finanzieren. Auch solche Meldungen spielen zu Jahresbeginn keine große Rolle. Auch nicht die leicht unter den Erwartungen ausgefallenen US-Auftragseingänge für November. Sie fielen mit einem Anstieg von 1,8% dennoch robust aus, auch wenn die Erwartungen bei 2,1% lagen.
Zu Jahresbeginn dominieren technische und saisonale Faktoren. Spätestens Mitte Januar werden diese allerdings deutlich abnehmen. Und dann muss sich zeigen, was die Kursaufschläge zu Jahresbeginn wert waren.