Ermutigende Wirtschaftsdaten
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 1. Februar 2011, 08:30 Uhr
ENL5454
der gestrige Börsentag hielt erneut positive Konjunkturdaten bereit. In den USA stieg der Chicago Einkaufsmanagerindex im Januar auf 68.8 Punkte, erwartet wurde dagegen nur ein Wert von 65.0 Punkten nach 66.8 zuvor. Auch die US-Konsumausgaben sind saisonbereinigt im Dezember 2010 mit einem Plus von 0,7 Prozent mehr als erwartet gestiegen (Erwartung 0,5% nach +0,4% zuvor). Wie das US-Handelsministerium mitteilte, kann damit die heimische Wirtschaft ein erstes Mal an Schwung zunehmen.
Zusätzlich wurde der Aktienmarkt noch von einer erneuten Milliardenübernahme in der amerikanischen Bergbaubranche „gekitzelt". Alpha Natural Resources übernimmt den Wettbewerber Massey Energy und zahlt dafür 7,1 Mrd USD in bar und Aktien. Alpha Natural Resources ist in den USA Marktführer bei metallurgischer Kohle zur Stahlherstellung und Massey Energy ist der viertgrößte Kohleförderer in den USA.
Zeitgleich kletterte der Ölpreis gestern auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 - über 100 Dollar. Von den Rekordbenzinpreisen des Sommers 2008 sind wir in Deutschland inzwischen nur noch wenige Cents entfernt. Inflation wird langsam in allen Lebensbereichen spürbar (neben Benzin zurzeit vor allem auch bei Nahrungsmitteln). Ein erneuter deflationärer Schub ist damit momentan nirgends in Sicht und damit auch keine Trendwende am Aktienmarkt - trotz fast schon historisch überhitzter Stimmungsindikatoren.
Vor den wichtigen Arbeitsmarktdaten dieser Woche dürfte aber eher Zurückhaltung an der Wall Street herrschen. Für morgen wird der zuletzt ungewöhnlich starke ADP-Arbeitsmarktbericht für den Januar erwartet. Am Donnerstag folgen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die jüngst eine schwache Entwicklung für die Entwicklung am Arbeitsmarkt lieferten. Am Freitag steht dann der offizielle Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Die Commerzbank schätzt, dass die Unternehmen im Januar 50.000 zusätzliche Stellen geschaffen haben, der Konsens rechnet mit 135.000. Ein Prognoserisiko stellt aber der harte Winter dar, der die Beschäftigung gedämpft haben könnte.
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