Erfreuliche Konjunkturdaten in dieser Woche
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Börse
vom 20. Januar 2012, 20:45 Uhr
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Die Aktienmärkte haben sich in dieser Woche wieder deutlich stärker entwickelt. Der DAX schloss die Woche mit einem Plus von 4,25% gegenüber der Vorwoche. Der Nikkei legte um 3,13% zu, im Vergleich zur Vorwoche. Der Shanghai Composite Index verbuchte ein Plus von 3,52% im Vergleich zum Schlusskurs der Vorwoche. Und der Dow Jones handelt aktuell mit einem Plus von 2,46% im Wochenvergleich.
Die Woche startete mit erfreulichen Daten vor allem aus China, aber auch aus Deutschland und sogar verbesserten Aussichten für die Eurozone, während die US-Daten weiterhin auf eine Fortsetzung der Erholung hindeuten. Daran ändert auch der Rating-Rundumschlag der Agentur S&P nichts, die zuletzt 9 Eurostaaten und als Konsequenz daraus, auch die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF abgewertet hatte.
Dies lässt sich am besten an der Zinsbelastung der europäischen Staaten ablesen. Trotz S&P-Abstufung konnten Frankreich und Spanien in dieser Woche wieder Milliarden am Kapitalmarkt einsammeln - bei weiterhin sinkenden Zinsen. Spanien begab Anleihen im Wert von 6,6 Milliarden Euro, anstatt wie ursprünglich geplant nur 4,5 Milliarden Euro. Dabei sank die Rendite auf 10-jährige Anleihen von fast 7% Ende 2011 auf 5,403%. Frankreichs Auktion im Volumen von 1,5 Milliarden Euro war bis zu 3-fach überzeichnet, mit einer durchschnittlichen Rendite von nur 1,89% (und damit knapp 1 Prozentpunkt niedriger als zuvor) auf 4-jährige Anleihen.
Konjunkturdaten Wochenrückblick 16.01.-20.01.2012
Deutschland
Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, sind die deutschen Großhandelsverkaufspreise im Dezember um 3% gestiegen gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Jahresteuerungsrate von 4,9% im Vormonat.
Zudem gab Destatis bekannt, dass die Zahl der Beschäftigten in Betrieben des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten im November um 3,6% bzw. 180.400 gegenüber dem Vorjahresmonat auf 5,2 Millionen gestiegen ist.
Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung bekannt gab, ist der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen im Januar um 32,2 Punkte auf -21,6 Punkte gestiegen. Der Indikator für die Bewertung der aktuellen Lage verbesserte sich um 1,6 Punkte auf 28,4 Punkte.
Destatis gab zudem bekannt, dass die Erzeugerpreise im Dezember um gestiegen sind. Der entsprechende Index stieg um 4% gegenüber dem Vorjahresmonat, nach +5,2% im Vormonat y/y.
EU/Eurozone
Die Rating-Agentur S&P hat nach der Abstufung von 9 europäischen Ländern auch die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF von AAA auf AA+ abgestuft. Ausblick: developing
Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung bekannt gab, ist der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen für die Eurozone im Januar um 21,6 Punkte auf -32,5 Punkte gestiegen. Der Indikator für die Bewertung der aktuellen Lage sank um 7,7 Punkte auf -51,8 Punkte.
Wie Eurostat bekannt gab, sind die Verbraucherpreise in der Eurozone im Dezember um 2,7% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, nach einer Jahresteuerungsrate von 3% im Vormonat.
Zudem gab Eurostat bekannt, dass die Verbraucherpreise in der EU27 im Dezember um 3% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach einer Jahresteuerungsrate von 3,4% im Vormonat.
Wie die EZB bekannt gab, ist das Leistungsbilanzdefizit der Eurozone im November von 6,6 Milliarden Euro im Vormonat auf 1,8 Milliarden Euro gesunken.
Zudem gab die EZB bekannt, dass auch das Leistungsbilanzdefizit der EU27 im 3.Quartal von 42,7 Milliarden Euro im Vorquartal auf 21,4 Milliarden Euro gesunken ist.
Frankreich
Wie das Conference Board bekannt gab, sind die französischen Frühindikatoren im November um 0,2% gegenüber dem Vormonat gesunken, nach +0,5% im Vormonat.
Italien
Wie die italienische Statistikbehörde Istat bekannt gab, sind die italienischen Verbraucherpreise im Dezember um 3,3% gestiegen gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Jahresteuerungsrate von 3,3% im Vormonat.
Istat gab ferner bekannt, dass das Handelsbilanzdefizit im November von 3,4 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 1,6 Milliarden Euro gesunken ist. Hierbei stiegen die Exporte um 6,5% und die Importe um 0,5%.
Zudem gab Istat bekannt, dass das Leistungsbilanzdefizit im November von 5,15 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 3,45 Milliarden Euro gesunken ist.
Istat teilte zudem mit, dass die Auftragseingänge der italienischen Industrie im November um 0,1% gegenüber dem Vormonat gestiegen sind, nach einem Minus von 1,6% im Vormonat m/m. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich allerdings noch ein Rückgang von 0,7%, nach einem Minus von 4,8% im Vormonat y/y.
Österreich
Wie Statistik Austria bekannt gab, sind die Verbraucherpreise im Dezember um 3,2% gestiegen gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Jahresteuerungsrate von 3,6% im Vormonat.
UK
Der britische Immobilienmarkt hat sich im Januar weiter abgekühlt. So sank der Rightmove-Immobilienpreisindex um 0,8% gegenüber dem Vormonat, nach einem Minus von 2,7% im Vormonat m/m. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Plus von 0,4%.
Wie das Conference Board bekannt gab, ist der Index der Frühindikatoren für UK im November um 0,6% gegenüber dem Vormonat gesunken, nach einem Minus von 0,3% im Vormonat. Hierbei handelt es sich um den 4. Rückgang in Folge.
Wie National Statistics bekannt gab, sind die britischen Verbraucherpreise im Dezember um 4,2% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, nach einer Jahresteuerungsrate von 4,8% im Vormonat.
National Statistics teilte überdies mit, dass die Zahl der Arbeitslosen in den 3 Monaten von September bis November um 118.000 auf 2,68 Millionen gestiegen ist. Das entspricht dem höchsten Stand seit 1994. Die ILO-Arbeitslosenquote stieg im gleichen Zeitraum von 8,1% auf 8,4%. Dies entspricht dem höchsten Stand seit 1995.
Wie die Nationwide Building Society bekannt gab, hat sich das britische Verbrauchervertrauen im Dezember eingetrübt. Der entsprechende Index sank von 40 Punkten im Vormonat auf 38 Punkte.
Wie National Statistics zudem bekannt gab, sind die Einzelhandelsumsätze im Dezember um 0,8% gegenüber dem Vormonat gestiegen, nach einem Rückgang von 0,4% im Vormonat m/m. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Plus von 6,2%, nach +4,3% im Vormonat y/y.
Tschechische Republik
Wie die tschechische Statistikbehörde CSU bekannt gab, sind die Erzeugerpreise im Dezember um 4,6% gestiegen gegenüber dem Vorjahresmonat , nach einer Jahresteuerungsrate von 5,6% im Vormonat.
Schweiz
Wie das Bundesamt für Statistik mitteilte, ist der Schweizer Erzeuger- und Importpreisindex im Dezember um 2,3% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein Plus von 0,3%.
OECD
Wie die OECD bekannt gab, verharrte die Arbeitslosenrate in den Mitgliedsländern im November bei 8,2% gegenüber dem Vormonat.
Zum zweiten Teil von: China-Daten bereiten Freude