Erdagspreis: Der aktuell größte Kollaps in einem Rohstoff
Brian Hunt in Investors Daily zum Thema Rohstoffe
vom 24. Januar 2012, 18:00 Uhr
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im heutigen Chart betrachten wir den erstaunlichen Kurssturz beim Erdgas-Preis.
Erdgas, der "saubere" Cousin von Rohöl, hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Erdags wird genutzt, um Chemikalien, Dünger, und Plastik herzustellen. Es treibt auch Kraftwerke an und heizt Häuser und Fabriken. Und es wird mehr und mehr als Kraftstoff für Motoren genutzt.
Der Verbrauch wird in den nächsten Jahren sicherlich zunehmen. Noch vor 10 Jahren ist man in Amerika davon ausgegangen, Erdgas impoertieren zu müssen. Jetzt hat Amerika weltweit die größten Erdgas-Vorräte... dank großer Fortschritte bei der Bohrtechnologie, woduch die Erdgas-Produzenten täglich immer mehr Erdgasvorommen ausbeuten können. Die Vereinigten Staaten sind jetzt das "Saudi-Arabien für Erdgas". Als Ergebnis sehen wir aktuell eine Übersättigung... und wesentlich niedrigere Gaspreise.
Chart Erdgaspreis

Als Bild dieser Übersättigung haben wir Ihnen einen Zwei-Jahres-Chart vom Erdgaspreis mitgebracht. Wie Sie sehen, verbrachte Erdgas die meiste Zeit in 2011, zwischen $3.75 und $4.50. Aber der milde Winter hat die Nachfrage sinken lassen... und weiteres Angebot überschwemmt weiterhin den Markt. Als Resultat ist der Brennstoff in nur zwei Monaten um 34 % gesunken. Auch Erdgas-Produzenten wie Encana und Chesapeake Energy kamen unter die Räder.
Brian Hunt
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Alexander von Obert (24.01. 2012 21:01 Uhr):
Leider nutzt uns in Europa ein niedriger Gaspreis in den USA nichts: Wir werden fast ausschließlich über Pipelines von unseren Nachbarstaaten und anderen Staaten östlich von uns versorgt. Das US-Gas könnte höchstens in flüssiger Form zu uns kommen. Das wäre (wegen der Verflüssigung) ziemlich teuer und zudem gibt es bei uns nur begrenzte Lösch- und Transportkapazitäten dafür. Abgesehen davon könnte Gas ganz entscheidend bei der umweltfreundlichen Energieversorgung helfen: Ein GuD-Gaskraftwerk mit vernünftiger Fernwärmeauskommlung produziert kaum mehr CO2 als eine typische Fotovoltaikanlage, wenn man deren Herstellungsprozess mit einbezieht. Und ältere, eingemottete, Kohlekraftwerke ließen sich recht flott zu GuD-Kraftwerken umbauen...
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