Er hat die Antwort schon gefunden
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 16. September 2010, 08:30 Uhr
auch wenig berauschende Konjunkturdaten konnten die Bullen nicht einschüchtern. Die amerikanischen Aktienindizes setzten gestern ihren Aufwärtstrend fort, während sich der Dax eine kleine Auszeit nahm. Hierzulande hielten sich aber die Verluste stark in Grenzen, keine charttechnischen Unterstützungen wurden unterschritten. Der Markt befindet sich weiter im Long-Modus. Dennoch fragt man sich, woher die Impulse für eine Fortführung der Aufwärtsbewegung kommen sollen. Andreas Lambrou, ein anerkannter Experte für die Emerging Markets, hat die Antwort auf diese Frage schon geliefert und die Herbstrallye ausgerufen. Die großen Bewegungen stünden erst im ersten Drittel, wobei er auf Umsichtungen in Richtung Emerging Markets setzt. Die Aufwärtsbewegung bei den Schwellenländern sollte nach seiner Meinung noch mindestens bis Frühjahr 2011 anhalten. Da er mit seinem Börsendienst, dem Global Power Trader nicht nur in diesem Jahr schon weit vorne liegt - seit Januar 2009 162% Gewinn! -, sind seine Einschätzungen nicht nur untern Anlegern gefragt. Mehr Informationen zu diesem erfolgreichen Börsendienst finden Sie hier: Global Power Trader - Maximale Profite durch professionelles CFD-Trading an den Wachstumsmärkten.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -0,22% |
| Dow Jones: | +0,44% |
| S&P 500: | +0,35% |
| Nasdaq: | +0,57% |
| EUR/USD: | -0,17% |
| Gold: | -0,13% |
| Silber: | +0,69% |
| Öl (Sorte Brent): | +0,00% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): wer holt sich die nächste Beule?
Fast wäre es zu einem Inside Day gekommen, doch das Tief des Vortages wurde marginal unterschritten. Aber auch ohne die offizielle Bestätigung ist klar: Das Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären ist gegenwärtig ausgeglichen, und bald wird sich einer der Streithähne auch durchsetzen. Wer als Sieger vom Platz geht, ist offen, solange der Dax die Extrembereiche der Trading-Range zwischen 6.230 und 6.290 Punkten nicht verlässt. Ein schwacher chinesischer Aktienmarkt führt vorbörslich zu einer Annäherung an den unteren Extrembereich. An diesen habe ich gute Erinnerungen, konnte ich doch dort gestern einen schönen Long-Einstieg bei 6.240 Punkten finden - die Bullen hatten lange Zeit den Bären die Stirn geboten und dann schließlich ein Kauf-Signal geliefert.
Diese Trading-Idee habe ich heute selbstverständlich auch heute im Köcher. Wird also erneut die Unterstützungszone bei 6.230 Zählern zum Auffangbecken für den deutschen Leitindex, so gehe ich long. Setzen sich aber diesmal die Bären durch, und zieht es den Dax unter diese Unterstützung, eröffne ich eine Short-Position mit Minimum-Kursziel 200er-Durchschnittslinie (lila Linie), welche aktuell bei 6.206 Punkten verläuft. Sollte es dort oder aber an der 6.200er-Marke zu einer Beruhigung des Marktes kommen, wechsel ich ins Bullen-Lager - also beende Short-Positionen und gehe anschließend long. Denken die Shorties aber nicht daran, schon wieder das Zepter aus der Hand zu geben, werde ich an der Short-Position festhalten. Der Dax sollte dann mindestens bis 6.160 Punkten korrigieren.
Klopfen die Bullen heute mal wieder am Widerstand bei 6.290 Punkten an, wird es sicher Trade-Aktivitäten meinerseits geben. Holen sich die bullisch eingestellten Marktteilnehmer an dieser Barriere die nächste Beule, so gehe ich short. Glückt aber diesmal der Sprung über den Widerstand, kaufe ich den Dax, obwohl bei 6.300 und 6.310 Punkten schon die nächsten Hürden aufgebaut sind. Denn mit diesem Kauf-Signal erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass nach April, Juni und August auch im September zumindest die Kurs-Zone zwischen 6.342 und 6.386 Punkten angelaufen wird. Dort angekommen verändern sich dann aber wieder die Wahrscheinlichkeiten, da hier jeweils keine Kursraketen gezündet, sondern Kurseinbrüche gestartet wurden. In diesem Bereich mit Teil-Aussteigen zu arbeiten ist daher ratsam.
Die letzten Tage haben gezeigt, dass die großen Adressen den Dax vor dem morgigen Verfallstag oben sehen möchten. Dies ist bei den Trade-Aktivitäten, gerade wenn es zu Short-Trades kommt, zu berücksichtigen. Ich wähle daher bei etwaigen Short-Trades nur eine kleine Positionsgröße und nehme auch schneller Gewinne mit als bei der Umsetzung von Long-Trading-Ideen.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 30 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Kann ich den gestrigen Trade wiederholen? Kommt es erneut zu einem Rebound an der Unterstützung bei 6.230 Punkten?
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
