Enttäuschender "Black Friday"
Martin Weiss in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 30. November 2009, 07:30 Uhr
ENL5462
Trotz Dubai-Schocks konnte der deutsche Leitindex in der letzten vollen November-Woche noch leicht zulegen. Am Freitag standen schlussendlich 5685 Punkte auf der Tafel.
Der marktbreite S&P 500 hielt sich stabil im Vergleich zur Vorwoche. Zum wiederholten male war die Entwicklung beim japanischen Leitindex mit einem Abschlag von fast 4,5 Prozent sehr enttäuschend. Auffällig war ferner, dass diverse Märkte in den asiatischen Schwellenländern besonders arg unter die Räder kamen. Hier sei zum Beispiel auf den 12-Prozent-Rücksetzer des vietnamesischen Leitindizes verwiesen.
Mainstream erwartet Jahresendrallye
Auffällig ist darüber hinaus, dass im Mainstream" nach wie vor von einer starken Kursentwicklung bis zum Jahresende ausgegangen wird. Als Begründung wird insofern immer wieder auf das Schlagwort" Liquidität hingewiesen. Zunächst muß aber der Widerstandsbereich um 5800 bis 5900 Punkte geknackt werden, ehe die Bullenträume zum Jahresende hin Realität werden können.
Wichtige Konjunkturdaten im Focus
Ob von der Konjunktur- und (Dubai-)Krisenfront Rückenwind für die Aktienmärkte kommen wird, ist allerdings mehr als nur fraglich. Am kommenden Freitag dürfte vor allem der November-Bericht zum US-Arbeitsmarkt im Focus stehen. Hinzu kommt die Veröffentlichung des Beige Book" der US-Notenbank bzw. der EZB-Zinsentscheid am Donnerstag.
Schwacher Beginn des Weihnachtsgeschäfts
Apropos Konjunktur, erste Erhebungen ergaben, dass am Freitag der Beginn des US-Weihnachtsgeschäfts alles andere als erfreulich war. In diversen Marktberichten wird gar von einem enttäuschenden Black Friday"geschrieben. Wortwörtlich hiess es, dass Waren, die zum vollen Preis angeboten werden, nicht einmal angeschaut werden". Der Tag nach Thanksgiving ist in den USA der umsatzstärkste Tag des Jahres. Einzig positiv war, dass der Internethandel deutlich bessere Geschäfte vermelden konnte.
Mehr Volatilität am Goldmarkt
Äußerst robust entwickelte sich auch der Goldpreis, obwohl es am Freitag im Zuge der Dubai-Krise kurzfristig etwas volatiler wurde. Zwischenzeitlich ging es bis auf unter 1140 Dollar zurück, ehe zum Handelsschluss wieder 1177 Dollar oder knapp 785 Euro für eine Feinunze bezahlt werden mussten. Anscheinend sind Investoren sofort bereit, bei kurzfristiger Schwäche beherzt zuzugreifen.
Wenn das kein Zeichen von relativer Stärke ist....
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