in Profit Radar
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Diese Zahlen sind alles andere als gut für Obama. Denn die Masse der neu geschaffenen Stellen kommen aus dem Dienstleistungssektor. Die meisten Jobverluste mussten hingegen klassische „Arbeiterklasse"-Jobs wie die Baubranche oder die Gastronomie verkraften. Die meisten Farbigen in den USA, dem unverzichtbaren Rückrat für einen möglichen Wahlerfolg von Obama, sind jedoch in diesen einfachen Arbeitsjobs tätig.
Wie man es dreht und wendet: Die Daten zeigen, dass auch der Wirtschaftaufschwung in den USA deutlich an Fahrt verliert: Ein Phänomen, das wir auch schon in Europa und in den Emerging Markets sehen. In diesem Zusammenhang ist eine neue Aussage von Börsenguru Marc Faber interessant.
Laut Faber wird die Weltwirtschaft im vierten Quartal 2012 oder Anfang 2013 in eine neue globale Rezession schlittern. Auf die Frage, wie hoch er die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Prognose beziffert, antwortete Faber: „100%".Das ist mal eine klare Ansage. Deshalb war die Entwicklung an den Aktienmärkten im Mai so enttäuschend.
Die Märkte preisen derzeit die Wachstumsverlangsamung und die Risiken der EU-Schuldenkrise oder einer möglichen Rezession ein. Die Wahrscheinlichkeit für große staatliche Stimulationsprogramme steigt damit ebenfalls an. Auch wenn die Chinesen letzte Woche bereits klargestellt haben, dass man dort kein Stützungsprogramm wie 2008/09 auflegen wird.
Es gibt aber auch einen Silberstreifen am Horizont: Die Rohstoffpreise befinden sich auf breiter Front im Rückwärtsgang. Das wird viele Unternehmen auf der Kostenseite entlasten und ermöglicht selbst bei unspektakuläreren Umsatzentwicklungen durchaus solide Gewinnentwicklungen.
Auch der Ölpreis ist im Mai völlig in sich zusammengebrochen. Das wird den Konsumenten entlasten. Wenn wir jetzt kein Störfeuer durch den Iran oder die gerade angelaufene Hurrikan-Saison in den USA bekommen, könnten ausgerechnet die Rohstoffpreise dem Markt am Ende Halt geben.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi