Kathrin Dörfeld in Insider Daily zum Thema Dax 30
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sicher haben Sie gestern Abend auch mit Spannung das EM-Halbfinale - Deutschland gegen Italien - verfolgt. Die Spannung hielt allerdings leider nicht allzu lang an. Denn spätestens nach dem 2:0 für die Italiener, sah man langsam aber sicher die Felle für die deutsche National-Elf dahin schwimmen. Man muss zugeben, gegen Balotelli, Cassano, Diamanti und Co. wirkten unsere Jungs bedauerlicherweise recht unbeholfen. Vorhandene Torchancen blieben ungenutzt, der Anschlusstreffer von Mesut Özil kam zu spät. Wahrscheinlich lag es wieder einmal an der Schreckstarre, in die unsere Nationalmannschaft regelmäßig verfällt, wenn der zu schlagende Gegner Italien heißt. Im achten Pflichtspiel gegen die "Azurblauen" war es mittlerweile die vierte deutsche Pleite. Bislang ist es noch keiner DFB-Auswahl gelungen, bei einer EM oder WM gegen die Italiener zu gewinnen.
Das Ende der Mittelschicht
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Adidas zieht mit Spanien ins Finale ein
Mal wieder müssen Jogi Löws Jungs also nach dem Halbfinale die Heimreise antreten. Noch nicht vom Spielfeld verschwinden muss Adidas. Man möge es für eine Art "Berufskrankheit" halten. Denn im Vorfeld der EM hatte ich bereits mehrfach über Sportartikelhersteller-Aktien geschrieben, die von der Europameisterschaft königlich profitieren würden. Und das hatte ich nun davon. Ich konnte es einfach nicht lassen, bei jedem Spiel - ganz gleich ob Vorrunde, Viertelfinale oder Halbfinale - darauf zu achten, von welchem Sportkonzern die jeweiligen Mannschaften ausgestattet wurden. Und noch schlimmer... Nachdem ich die Trikots beäugt hatte, wurden auch noch die Schuhe der Spieler von mir genauer unter die Lupe genommen. Stimmte die Sportmarke des Trikots auch mit der Sportmarke der getragenen Schuhe überein? Oder waren die Spieler in Sachen Sportbekleidungshersteller "zweigeteilt" und trugen "oben" und "unten" verschiedene Sportlabels? Sag' ich doch, "Berufskrankheit" eben.
Adidas - der Sportartikelhersteller, der die deutsche Super-Elf bis ins Halbfinale begleitet und ausgerüstet hat, stattete insgesamt 6 der 16 Mannschaften aus, die in Polen und der Ukraine bei der Europameisterschaft angetreten sind. Und man muss sagen, der Konzern mit den drei Streifen hat doch nun wirklich ganze Arbeit geleistet und bei der deutschen Elf für den richtigen Auftritt gesorgt: Hummels, Gomez, Khedira und Co. waren für viele weibliche Fans wahre Augenweiden auf dem Spielfeld. Nach dem Aus für Löws Mannschaft zieht Adidas nun mit der spanischen Truppe ins Finale ein. Wenn am Sonntag in Kiew Spanien auf Italien trifft, kämpfen auch Adidas und Puma um den Titel.
Aktuelle Analysten-Empfehlungen zu Adidas
Die Experten von Der Aktionär sehen die Gewinnschätzungen von Adidas schon fast als zu konservativ an. "Nicht nur die Analysten bleiben optimistisch: So hat etwa Richard Edwards von der Citigroup seine Kaufempfehlung für die Aktie erneuert. Das Kursziel sieht er bei 68,50 Euro. Auch die fundamentalen Daten sprechen weiterhin für ein Engagement in der Aktie, das Geschäft läuft bei den Franken auf Hochtouren. Die Gewinnschätzungen, die derzeit im Markt kursieren, könnten sich schon bald als zu konservativ herausstellen. Die Aktie bleibt weiterhin aussichtsreich und gehört nicht nur in konservative Depots", so Der Aktionär. Im Folgenden nun eine Übersicht über die aktuellen Aktienempfehlungen:
| Datum | Aktuelle Aktienempfehlungen | Kursziel (Euro) | Potenzial |
| 27.06. | Equinet belässt Adidas auf - Ziel 80 Euro | 80,00 | +44% |
| 25.06. | Morgan Stanley belässt Adidas auf - Ziel 56 Euro | 56,00 | -1% |
| 20.06 | Citigroup senkt Ziel für Adidas auf 68,50 Euro - | 68,50 | +21% |
| 12.06. | Cheuvreux belässt Adidas auf | - | - |
| 12.06. | Commerzbank belässt Adidas auf - Ziel 70 Euro | 70,00 | +23% |
| 08.06. | Equinet belässt Adidas auf - Ziel 80 Euro | 80,00 | +41% |
| 01.06. | Deutsche Bank belässt Adidas auf - Ziel 70 Euro | 70,00 | +23% |
Adidas baut Golfsparte aus
Viele sehen dem Ende der Europameisterschaft schon mit Trauer entgegen. Was soll man schließlich im TV anschauen, wenn keine Fußballübertragung mehr läuft und die Public Viewing-Zeit ein Ende hat?! Mit den Olympischen Spielen steht jedenfalls für Adidas schon das nächste sportliche Großereignis vor der Tür. Neben Fußball verdient der Herzogenauracher Konzern sein Geld auch mit vielen anderen Sportarten. Momentan wird verstärkt das Geschäft in der Golfsparte ausgebaut. "Zuwachs hat zuletzt das Golfsegment bekommen: Für 53 Mio. Euro haben die Franken den amerikanischen Golfausstatter Adams Golf geschluckt. Der Zukauf soll vorhandene Golfmarken wie TaylorMade im Adidas-Sortiment ergänzen. Adidas befindet sich weiter auf einem soliden Kurs", meinen die Experten vom Stuttgarter AktienBrief.
Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende und viel Spaß beim EM-Finale, auch wenn unsere Jungs nicht dabei sein werden.
Ihre
Kathrin Dörfeld