Elliottwellen im Wandel der Zeit
Wave Daily
vom 11. Juni 2007 13:00 Uhr
ENL5454
von Rüdiger Maaß
Lieber Wave Daily Leser,
hoffentlich hatten Sie ein erholsames und erbauendes Wochenende. Der Handel mit Währungspaaren gewinnt seit einigen Jahren immer größere Bedeutung für den privaten Anleger.
Vor 30 Jahren lernte ich das Devisengeschäft der Banken bei einem Forex Exchange Broker in Düsseldorf und Hamburg kennen. Der Handel fand zwischen den Banken per Telefon oder Fernschreiber statt. Ein elektronisches Handelsystem war mir zu der Zeit nicht bekannt. Die Firma Reuters stellte Kursdaten zur Verfügung. Die monatlichen Kosten für ein Kursabo war für die meisten privaten Anleger nicht erschwinglich. Ich erinnere mich an ca. DM 4000,-- pro Monat.
Heute wird das Bankengeschäft über ein elektronisches Handelssystem abgewickelt. Der private Anleger kann via Internet über eine kostenlose Kurs- und Chartsoftware verfügen. Market Maker stellen fast durchgehend handelbare Kurse. Die Trades werden auf einer elektronischen Handelsplattform innerhalb von Sekunden ausgeführt. Die Devisenmärkte sind rund um die Uhr handelbar. Das tägliche Handelsvolumen überschreitet die Billionen Dollar Grenze.
Der technische Fortschritt hat die Handel für uns revolutioniert. Was hat diesen technischen Wandel überdauert? Haben Sie eine Idee?
Haben sich die Regeln vom Elliott Wave Prinzip während der „Internetrevolution" verändert?
Nein, lieber Leser. Es hat sich keine einzige Regel geändert. Die von Herrn Elliott in den 40iger Jahren entdeckten Prinzipien haben weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Obwohl massive Veränderungen im Devisenhandel stattgefunden haben, ist eins gleich geblieben – Das Elliott Wave Prinzip,
Prüfen Sie bitte den Chartverlauf vom Euro Dollar – 01.01.1997 bis 11.06.2007.
Die fallenden Kurse bis 2001 lassen deutlich die Existenz von fünfgliedrigen Trendwellen erkennen.
Besonders die Wellen (1) bis (5) lassen keine Zweifel zu. Sie sehen im Jahr 2001 eine Rarität unter den Elliottformationen. Die Welle 5 hat eine interne 5 Wellenstruktur, aber ausnahmsweise kein Tief gemacht. Diese Wellenmuster entstehen vor einem starken Trendwechsel. Die stark und schnell steigenden Kurse von 2002 bis Ende 2004 bestätigen Elliots Regel.
Die steigenden Kurse seit 2002 setzen sich wiederum aus unter- und übergeordneten fünfgliedrigen Trendwellen zusammen. Insgesamt kann ich sechs 5er Wellen entdecken, die in fallenden und steigenden Trends entstanden sind.
Seitdem ich mit dem Elliott Wave Prinzip arbeite fasziniert es mich, in den verschiedenen Märkten dieselbe Ordnung zu finden. Nicht einmal der Wandel der Zeit ändert etwas an diesem Naturgesetz.
