Elliott Wave Signale für eine Hausse Teil IV
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 13. Dezember 2007 13:00 Uhr
ENL5454
Lieber Wave Daily Leser,
am 10.12. haben wir die ersten Schritte auf der Suche nach Signalen für einen Haussemarkt unternommen. Eine deutsche Aktie hat uns ein waagerechtes Dreieck zur Analyse geboten. Wir sammelten mehrere Hinweise, die zu einer eindeutigen Prognose führten.
Am 11.12. haben wir ein ähnliches Wellenmuster bei einem Index entdeckt, das zwar zur Familie der Dreiecke gehört, sich aber nicht in einer vierten Welle entwickelt, sondern den Trendabschluss in der fünften Welle bildet.
Am 12.12. studierten wir Aussagekraft von einem fallenden Dreieck. In dem Beispiel stieg der DAX nach dem Abschluss von einem Dreieck von 2200 bis 8100 Punkte.
Das übergeordnete Dreieck hat schon Monate vor dem Trendwechsel das Ende der Abwärtsbewegung und einen Trendwechsel angekündigt. Das untergeordnete Dreieck von 09.03. bis 12.03.2003 hat diesen Trendwechsel zusätzlich bestätigt.
Der Anfang des Krieges im Irak und das Ende des Abschlussmusters fielen in denselben Monat.
Gestern hatte ich Ihnen zugesagt, dass wir uns heute mit einer Sonderform von einem Abschlussmuster beschäftigen werden.
Grundsätzlich folgt nach dem Abschluss von einem fünfwelligen Trend ein Trendwechsel. Die Stärke des nachfolgenden Trendwechsels lässt sich an der Beschaffenheit der fünften Welle vor dem Trendwechsel ablesen.
Ein besonders starker Trendwechsel ist zu erwarten, wenn sich ein Versager in der fünften Welle entwickelt hat. Der Versager bildet sich am Ende von einem Trend und hält grundsätzlich die Regeln für eine fünfte Welle ein.
Es bildet sich in der fünften Welle eine fünfgliedrige Unterwelle, die eine Besonderheit hat. Gewöhnlich wird das Hoch der dritten Welle von der fünften Welle überschritten. Der Markt wird anschließend einen moderaten Rücklauf oder Trendwechsel durchführen.
Bei einem Versager endet die fünfte Welle vor dem Tief der dritten Welle und zeigt damit an, dass der Markt nicht genügend Kraft hat eine gewöhnliche fünfte Welle zu entwickeln.
Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie eine fünfte Welle entdecken, die ihr gewöhnliches Ziel stark verkürzt, weil ihr die „Puste" ausgeht.
Sie denken sich, dass sich stark geläufige Kräfte entwickeln müssen? Genau richtig.
Nach einem Versager findet in der Regel ein stark und lang steigender Markt statt.
Der Euro Dollar hat im Jahr 2001 einen Versager in einer fünften Welle abgeschlossen. Diese Formation ist im Vorfeld schwer identifizierbar. Die einzelnen Unterwellen müssen also genau untersucht werden.
1998 wurde die übergeordnete Welle IV geschlossen. In der Welle V hatte sich wiederum eine Fünfer Welle (Welle 1 bis 5 im Kreis) entwickelt. Sie können deutlich erkennen, dass die Welle 5 im Kreis kein neues Tief gebildet hat und die innere Struktur fünf Wellen aufweist.
Elliott entdeckte, dass sich nach dem Versager ein starker Trendwechsel entwickeln sollte. Erstellen Sie Ihre eigene Prognose, bevor Sie sich den nächsten Chart ansehen.
Im ersten Chart erkennen Sie deutlich, dass sich der Versager im Jahr 2001 entwickelte. Das Währungspaar ist nach dem Versager von 0,8372 bis 1,4841 gestiegen. Die starke Trendentwicklung wurde nur von verhältnismäßig geringen Korrekturen unterbrochen.
Fazit: Der Versager als Signal für einen Trendwechsel ist ein wertvolles Instrument für die Trendbestimmung.



