Elliott Wave Korrekturziele S&P 500
Robert Schröder in Investors Daily
vom 22. Juli 2008, 18:00 Uhr
ENL5454
heute stelle ich Ihnen den großen Bruder des Dax, den S&P 500, aus Sicht der Elliott-Wellen vor.
Gleichzeitig möchte ich Ihnen ein paar häufig auftretende Wellenformationen etwas näher bringen.
Rückblick S&P 500:
Der S&P 500 ist Ende Mai ab 1.440 US$ aus einem steigenden Dreieck regelrecht nach unten weg gebrochen. Steigende Dreiecke bestehen aus fünf dreiteiligen Wellen. Diese ähneln zwar stark einem klassischen Aufwärtsimpuls. Allerdings gibt es eine - in diesem Fall - regelkonforme 1/4-Wellenüberschneidung. Beim S&P 500 war das bei 1.388 US$ der Fall. Steigende bzw. Beendende Dreiecke deuten auf einen abrupten Trendwechsel des Marktes hin.
Dies geschah dann mit dem ersten fünfteiligen Abwärtsimpuls 1 (blau) auf unter 1.380 US$. Dieser wurde im Rahmen der Welle 2 (blau) korrigiert. Das besondere an dieser Korrektur ist, dass die Teilwelle b (blau) unter den Tiefpunkt der 1 (blau) gefallen ist. Dies passiert in einer klassischen ZigZag-Korrektur nicht und zeigt, dass der Trend in Richtung genau dieser b-Welle sehr stark ist. Daher auch die Bezeichnung "irregulär".
Eine zweite irreguläre Korrektur finden wir auch wenig später auf etwas kleinerer Zeit- bzw. Wellenebene in Gestalt der Welle ii (blau).
Auch hier reicht Welle b (blau) deutlich unter das den Endpunkt der i (blau). Welle c (blau) schafft es anschließend nur mit Ach und Krach auf das Niveau ihres Pendants, der Welle a (blau). Ein weiteres Zeichen dafür, dass der Trend zu diesem Zeitpunkt auf massiv fallende Kurse ausgerichtet war.
Welle 3 (blau) ließ dann auch nicht lange auf sich warten und bescherte dem S&P 500 einen katastrophalen Juni mit Kursen bei knapp 1.370 US$. Die sich anschließende Gegenbewegung der Welle 4 (blau) fiel aber relativ mager aus. Und auch sie stellt sich als irreguläre Korrekturwelle dar.
Welle b (blau) fiel auch hier wieder deutlich unter das Niveau der vorangegangenen welle 3 (blau).
Diese bärische Wellenformation deutete also auf weiter fallende Kurse hin.
