Elliott Wave - Korrekturmuster sind das Salz in der Suppe
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 17. Dezember 2007 13:00 Uhr
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Lieber Wave Daily Leser,
ich hoffe, dass Sie einen besinnlichen dritten Advent gefeiert haben. In der letzten Woche beschäftigten wir uns mit Signalen für einen Haussemarkt. Hauptsächlich haben wir uns auf den Haussemarkt nach der vierten und nach einem Versager fokussiert.
Zusammenfassend wissen Sie jetzt, wie sich einige Signale für einen Baissemarkt und für einen Haussemarkt entwickeln. Sie wissen also, wann es rauf und wann es runter geht.
Fehlt Ihnen noch etwas?
Ja! Was machen Sie, wenn sich eine mittel- oder langfristige Seitwärtsbewegung ankündigt? Wie stellen Sie fest, dass sich eine Korrektur entwickelt?
Dieses Thema habe ich während meines anfänglchens Lernprozesses immer wieder aufgeschoben, weil Korrekturmuster manchmal einfach, manchmal kompliziert auftreten. Mehr als zwanzig verschiedene Muster hat Elliott gezählt, wenn man die Kombination einzelner Muster berücksichtigt.
Wie kann man im Voraus erkennen, dass sich ein kompliziertes Korrekturmuster entwickelt und dessen Form bestimmen. Ich glaube daran, dass es eine Möglichkeit gibt, habe sie aber noch nicht in alle Einzelheiten entdeckt.
Wie können Sie leichte Techniken anwenden, die Ihnen bei der Prognose von Korrekturwellen helfen?
Ich gehe grundsätzlich von einem Trend aus, solange der Markt mir nicht das Gegenteil beweist weil sich Gewinne sich viel leichter in einem Trend realisieren lassen.
Das Trendbestätigungssignal – die Make or Break Linie – gilt als Frühindikator. Sollte diese Marke in einem laufenden Trend unterschritten werden, schaltet die Ampel von grün auf gelb. Der Indikator sagt, Vorsicht, hier stimmt etwas nicht. Wir wissen in diesem Moment zwar noch nicht, was passieren wird, wir wissen aber was nicht geschehen wird.
Ein Beispiel:
Der Markt entwickelt einen starken Trend. Sie zählen bereits fünf übergeordnete Wellen. In der fünften Welle sollte sich wiederum eine Fünfer-Welle entwickeln. Sie können bereits die dritte Welle erkennen und warten auf die vierte Welle. Die vierte Welle hat bereits einen starken Rücklauf und durchbricht die Make or Break Linie.
Was wissen Sie in diesem Moment mit Sicherheit?
Es wird keine fünfte Welle geben.
Was müssen Sie herausfinden?
Vielleicht entwickelt sich ein steigende Dreieck (Abschlussmuster), vielleicht entwickelt sich ein waagerechtes Dreieck (auch ein Abschlussmuster) oder es entwickelt sich ein Versager (der Trend wird vorzeitig beendet).
Wie handelt man in dieser Situation? Am Besten Sie gehen in Urlaub und kommen zurück, wenn die Korrektur beendet ist und Sie klar erkennen können, welches Muster sich ausgebildet hat.
Die zweite Möglichkeit besteht darin, mit größerer Vorsicht zu arbeiten.
Der Chart zeigt den Kursverlauf vom DAX von Februar 2007 bis Juli 2007. In der übergeordneten Zählweise hat sich eine steigende Fünfer-Welle (Welle i bis v in grün) entwickelt.
Auf einige Unterwellen möchte später eingehen. Wir konzentrieren uns auf die Kursbewegung von 7501 bis 8131. Diese steigenden Kurse habe ich als abc Welle gekennzeichnet.
Kennen Sie den Grund?
Ganz einfach! Die Make or Break Linie für eine imaginäre vierten Welle liegt bei 7800 und wurde unterschritten. Nur unter der Voraussetzung, dass diese Marke hält, entwickelt sich eine weiter steigende Welle mit Kursen über 8131.
Sie erhalten eine wichtige Information, wenn die Make or Break Linie bricht – der Aufwärtstrend ist gestört -.
Nun sehen Sie, dass sich seit 7155 bereits fünf abc Wellen gebildet haben (Wellen 1 bis 5 in grün) und Sie wissen, dass die Make or Break Linie gebrochen wurde. Es besteht demnach eine Chance für einen Trendabschluss.
In der Originalanalyse vom Juli 2007 folgte ich einer einfachen Regel: Nach dem Abschluss einer fünften Welle, fällt der Markt gewöhnlich bis zum Tief der vorherigen vierten Welle.
Am 18.12.2007 sehen wir uns den tatsächlichen Kursverlauf an.
