Elliott Wave : EZB = 1:0 - Treffer mit Punktlandung
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 16. August 2007 13:00 Uhr
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Lieber Wave Daily Leser,
erinnern Sie sich noch an unser Thema vom Vortag: Wer wird gewinnen? EZB oder das Elliott Wave Prinzip? Wir haben eine aktuelle Analyse vom DAX betrachtet. Die Bestätigungsmarke bei 7491 für einen intakten Abwärtstrend sollte halten, obwohl die EZB dem Markt 200 Milliarden Euro neues Geld zur Verfügung gestellt hat. In der Presse wurde veröffentlicht, dass die US Kreditkrise damit gerade noch abgewendet worden sei.
Eine ähnliche Aktion der Zentralbanken nach dem 11. September 2001 im Anschluss an das Attentat auf das World Trade Center zeigte, dass die Börsenkurse trotz Liquiditätsspritze rasant fielen.
Am Mittwoch, den 15.08.2007 um 19:43 Uhr entstand ein Tageshoch bei 7514 beim DAX Future. Dieser Wert entspricht einem DAX XETRA Gegenwert von ca. 7484 Punkten. Erinnern Sie sich noch an die Marke für den intakten Abwärtstrend bei 7491. Diese Grenze durfte nicht überschritten werden, wenn der Abwärtstrend intakt bleiben sollte. Der DAX XETRA fiel bis 7290 in einem Rutsch.
Der DAX stoppte sieben Punkte vor der Trendmarke und fiel innerhalb weniger Stunden um 200 Punkte. Die 200 Milliarden Euro von Herrn Trichet (Präsident der europäischen Zentralbank) waren nicht in der Lage einen bestehenden Abwärtstrend zu brechen.
Erinnern Sie sich an das Kursziel, dass ich gestern in dem DAX Ausblick gesetzt hatte? Wenn Sie sich die Mühe machen und das gestrige Wave Daily lesen, werden Sie mein Kursziel von 7291 entdecken. Das Tief nach Börseneröffnung wurde bei 7290,51 gehandelt. Das Kursziel wurde mit einer Differenz von 0,49 Punkten genau getroffen. Ein weiteres Kursziel liegt bei 7180.
Elliott Wave gegen EZB: 1:0 für das Elliott Wave Prinzip - Im Tagesbereich mit einer Punktlandung aus einer Entfernung von 200 Punkten.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass diese Erkenntnisse den Herren R.N. Elliott und Leonardo Fibonacci de Pisa zu verdanken sind und wir mit Hilfe der heutigen Technik dieses hervorragende Prinzip nutzen dürfen.
In den vergangenen Jahren habe ich wiederholt erlebt, dass Aktionen einzelner Organisationen oder andere „unvorhersehbare" Ereignisse die Regeln vom Elliott Wave Prinzip nicht brechen können, weil es auf der Basis von einem Naturgesetz aufgebaut worden ist.
Natürlich möchte ich nicht den Eindruck hinterlassen, dass ich dieses Prinzip perfekt beherrsche. Von Zeit zu Zeit unterlaufen mir Fehler bei der Berechnung oder bei der richtigen Interpretation von den Elliott Wellen. Für diesen Fall setze ich regelmäßig Stopps ein, damit ein Fehler schnell erkannt werden kann und der Schaden auf ein Minimum begrenzt werden kann.
Ich stelle die Fragen von Vortag noch einmal zur Disposition: Glauben Sie, dass die US- Krise mit einer Geldspritze behoben worden ist? Glauben Sie, dass die Aktienmärkte den Boden gefunden haben? Oder könnte es sein, dass mit den 200 Milliarden Euro nur ein Spritzer Wasser in heißes Öl gegossen wurde?
