Einstieg in die Rezession
Investors Daily
vom 24. November 2005 18:00 Uhr
ENL5454
Ben "riesiger Holzkopf" Bernanke wird der neue Vorsitzende der Fed sein. Er wird als der Meister des "Inflations-Targeting" bezeichnet, ein neues Codewort für "Ich werde euch mit der Inflation umbringen, weil Ihr Amerikaner mich einen Dreck angeht."
Diese seltsame Philosophie funktioniert vielleicht nicht so, wie die Zahlen behaupten. Antony Mueller, einer der Wissenschaftler vom Ludwig van Mises Institut, soll gesagt haben: "Das Maß der Verschuldung an der Spitze des Booms relativ zu der Produktionsbasis macht eine Geldpolitik uneffizient, wenn die Kontraktionsphase erst einmal eingesetzt hat."
Das ist vielleicht der Grund, warum die Fed so verzweifelt versucht, diese Kontraktion ("Deflation") von vornherein zu verhindern, indem man eine Inflation erzeugt, die uns ebenso schnell umbringen wird.
Max Fraad Wolff, auch von Mises, hat genug davon, dass ich die ganze Zeit großmäulig durch die Gegend renne und sinnlos kreische. Er steht auf und erklärt: "die althergebrachte Steuer- und Geldpolitik arbeitet so, dass sie die Inflation angreift, indem sie die wirtschaftliche Aktivität in Richtung Rezession drängt. Ebenso erzeugt man einen inflationären Druck, wenn man die Rezession bekämpfen will." Nun, ich muss zugeben, dass das wesentlich artikulierter ist, als meine Erklärung, aber es kommt auch ohne das ganze Geschrei aus, das Fluchen und die Zerstörung von Einrichtungsgegenständen. Damit fehlt ihm auch dieser Ansatz der tödlichen Verzweiflung und der menschenverachtenden Wut, der hier wirklich angebracht ist.
Also sage ich auf meine schnippische und etwas kindische Art: "Na und?" Ohne auch nur eine Sekunde auszusetzen, erklärt Mr. Wolff mit einem momentanen Aufblitzen von Ärger über meine abgrundtiefe Dummheit: "Die stagflationäre Dynamik entsteht, wenn eine Wachstumsrezession – oder noch schlimmer – wenn diese zusammen mit einem steigenden Druck auf die Preise auftaucht, mit einer Inflation. Die Politiker stehen in einem solchen Umfeld vor einer einzigartigen Herausforderung und der gesteigerten Aussicht auf ein Versagen.
Beachtet man das üblicherweise schlechte Abschneiden der Politiker, dann sind das Furcht erregenden Aussichten. Der Preisdruck besteht neben dem wachsenden Ungleichgewicht beim Handel und bei den Ausgaben des Bundes, damit droht bis 2006 die Stagflation. Halten Sie die Augen offen nach Zahlen, die eine Abkühlung des Wachstums und steigende Preise ankündigen."
Diese Worte sind an Jim Puplava nicht vorbei gegangen, was ich auch mit seinem Essay "die beiden Bens" beweisen kann. Darin vergleicht er Ben Franklin mit Ben Bernanke; ein Vergleich, über den sich Mr. Franklin sicherlich im Grabe umdrehen würde. Es ist genauso wie ich es hasse, wenn mich meine Nachbarn mit einer verwesenden Wanderratte vergleichen, nur nicht so schmusig. Einige Dinge ändern sich nie, auch das kann man aus seinem Aufsatz lernen.
Er sagt: "Von ihrer Geburt bis in die Gegenwart haben die Regierungen dieser Nation von Zeit zu Zeit den Wert der Währung in Zeiten wirtschaftlicher Härte oder während Kriegen mindern müssen. Ich muss feststellen, dass es immer mit den gleichen Konsequenzen endet: Mit der Abwertung der Währung und einer gleichzeitigen Inflation. Trotz der besten Absichten der Alchimisten bei der Regierung ist das Ergebnis am Ende immer das gleiche – Inflation. Die einzige Möglichkeit, die Menge des neu in Umlauf gebrachten Geldes zu limitieren, ist die Zerstörung seines Wertes."
Um zu beweisen, wie stark seine Worte zutreffen, schreibt er weiter: "Während des ganzen September lag der Produzentenpreisindex im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 % höher, während der Verbraucherpreisindex in der gleichen Phase um 4,7 % gestiegen war. Noch schlimmer für die Amerikaner, die heute einen größeren Anteil ihres Konsums importieren – die Preise für Importgüter sind in den letzten 12 Monaten um 9,9 % gestiegen." Bei diesem Maß der Inflation sollten die Leute bei der Fed eigentlich vor Scham aus den Fenstern springen, um dem Geschrei des Mogambo zu entkommen.
Und jetzt zeigt ein neuer Bericht über die Preise der Hersteller, dass die Preise im Oktober um 0,7 % gestiegen sind, was schlimmer ist, als irgendwer – außer Ihnen und mir – erwartet hätte. Die so genannte Kerninflation (unter Ausschluss solch flüchtiger Werte wie denen für Lebensmittel und Energie) war, vermute ich, relativ sanft für die fertigen Güter. Aber die Preise der Zwischengüter sind um 1,2 % gestiegen sind und sie sind in diesem Monat um glühend heiße 3 % gestiegen.
Und es kommt noch schlimmer, wie er nahe legt, wenn er schreibt: "Heute liegt der wahre Inflationssatz bei 7 %, was man erkennt, wenn man die Preise des Verbraucherindex so berechnet, wie man es tat, ehe die Regierung angefangen hat, mit den Zahlen des Indexes zu spielen." Wenn man diese Übung durchführt, dann stellt man fest, dass der Verbraucherpreisindex "sehr viel deutlicher mit dem übereinstimmt, was die Amerikaner alltäglich erleben." Ich weiß nicht, was Sie erleben, aber hier zeigen die Rechnungen mindestens ein solches Maß an Inflation.
Und dann hat er die Bombe losgelassen: "Die Deflationäre und Inflationäre stimmen in einer Sache überein. Für die USA steht eine weitere Rezession bevor. Bedenkt man, wie sehr die bekannt gegebene Inflation unter der wahren Inflation liegt, und die Überbewertung des Bruttoinlandsprodukts, dann hat sie schon angefangen. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Lagern ist die Frage, wie sie sich darstellen wird. Wenn die USA in eine Rezession kommen, dann werden die Steuereinkünfte zurückgehen und die Ausgaben der Regierung werden als Folge der steigenden Ansprüche steigen. Die Defizite werden noch größer und die USA werden noch mehr Geld leihen und Schulden monetisieren müssen. Irgendwann wird der Dollar unter diesen beiden Defiziten zusammenbrechen. Inflation – nicht Deflation – wird die Folge sein.
Aber John Hussman von den Hussman Fonds macht sich deswegen keine Sorgen. Er stimmt den anderen wohl zu, wenn es darum geht, dass ich ein Idiot bin, aber wo er eine Ausnahme macht, ist dies: "Man scheint darauf zu vertrauen, , dass die Fed die Inflation bestimmt, aber eigentlich ist die Inflation weniger ein monetäres Phänomen, als ein fiskalisches. Sie zeigt eigentlich nur, wie unproduktiv die Regierungsausgaben sind. Auch der Glaube, dass man auf eine Inflation reagiert, indem man die Geldpolitik enger schnürt, kann in manchen Fällen sehr gefährlich sein. Wenn man sich die Zahlen genauer ansieht, dann stellt man fest, dass wirtschaftliches Wachstum und Inflation in der gleichen Phase eine negative Korrelation aufweisen." Indem die Fed also anfängt, die Inflation mehr und mehr zu schüren, schadet sie dem Wachstum? Hahaha! Ich hatte Recht! Wir sind verdammt!
Was bleibt uns also zu tun? Mit der Beweglichkeit eines jungen Kätzchens stelle ich mich sofort auf meine Mogambo-Hinterpfötchen (MH) und rufe: "Kaufen Sie Gold!" Und wenn Sie glauben, dass Gold eine gute Anlagemöglichkeit ist, und dass sie noch mehr davon kaufen sollten, jetzt sofort, anstatt hier rumzusitzen und sich diesen Mist durchzulesen und so Dinge zu sagen wie: "Der Typ ist ein Idiot!" dann zitiere ich aus einem Artikel "Wie stark ist die Verbindung zwischen Gold und Inflation?" von Bud Conrad, wo steht: "Das PPI und Gold bewegen sich synchron. Man kann im Moment sehen, dass der Trend sowohl auf eine höhere Inflation als auch auf höhere Goldpreise verweist."
Obwohl der PPI gestiegen ist, warnt er: "Sicher, es ist nicht leicht, die PPI Inflation vorherzusagen. Aber die Tabellen zeigen deutlich, wann man steigenden Kräfte in Richtung einer Inflation sieht – rapider Zuwachs der Geldmenge durch die Fed, künstlich gering gehaltene Zinssätze, steigende Regierungsdefizite, unhaltbare Handelsungleichgewichte und Währungswettbewerb – wir können mit steigenden Goldpreisen rechnen."
Und da wir schon von Rohstoffen sprechen, hier auch noch ein Zitat vom Rohstoffexperten Kevin Kerr: "Während also die Anleihen und die einst begehrten Anteile fallen, explodieren die Rohstoffpreise weiterhin. Viele Analysten glauben, dass sie auch weiterhin im Preis steigen werden, wegen der steigenden Nachfrage und dem sinkenden Angebot." Nicht nur das, sondern auch alle Einlagen Inputs (Energie, Werkzeuge, Materialien, Löhne, Regierungsgebühren, Steuern ...) werden im Preis steigen. Das Computer-Hirn des Mogambo (C-HdM) folgert daraus sofort, dass es (in präziser Wirtschaftsterminologie) keine verdammte Möglichkeit gibt, dass die Rohstoffpreise nicht steigen werden.