Einsparen mit der Brechstange
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 3. Dezember 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Das Weiße Haus setzt eine Kommission ein, welche herausfinden soll, wie man das Haushaltsdefizit senken kann. Diese Gruppe hat das gemacht, was wie vernünftige Vorschläge aussieht. Das kürzen...und das....
Aber selbst wenn diese Vorschläge alle umgesetzt würden - was sie nicht werden -, würde dadurch nur rund ein Drittel des Defizits eliminiert.
In den USA gibt die Regierung ungefähr ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes für staatliche Ausgaben aus. Die Steuereinnahmen liegen aber nur bei rund 20% oder noch weniger der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. Da gibt es also eine Lücke, die ziemlich groß ist - bis zu 10% des BIP.
Wenn man so ein großes Defizit kürzen will, dann muss man mehr tun als nur eine Kommission einzusetzen. Man braucht eine Katastrophe.
Also ich könnte den Staatshaushalt in einer halben Stunde kürzen. Ich würde einfach alles streichen, was ursprünglich nicht vorgesehen war - also alles, was nicht für die Verteidigung des Landes oder das Aufrechterhalten von Gesetz und Ordnung notwendig ist. Übernacht könnte ich einen Haushaltsüberschuss vorweisen...und einen Mob, der mich lynchen will, bei Tagesanbruch.
Haushaltsdefizite sind ein großes Problem. Die gehen nicht einfach weg. Und wir werden die nicht durch Wirtschaftswachstum alleine weg bekommen. Wenn man sich nicht um das Defizit kümmert, wird das Land pleite gehen. Deshalb kann man erwarten, dass dieses Thema in den kommenden Jahren aktuell bleiben wird. Und dann wird das Land doch pleite gehen.
Das große Thema ist die Krankenversicherung. Die Ausgaben für Gesundheit scheinen unkontrolliert zu wachsen. Ich selber bin zum Arzt gegangen und musste 220 Dollar zahlen. Cash. Das war es.
"Kommen Sie nächstes Jahr wieder", sagte die Ärztin.
Für mich ist das kontrollierbar. Wenn ich keine 220 Dollar habe, dann gehe ich eben nicht mehr hin.
Aber die Amerikaner scheinen es zu mögen, zu Ärzten und in Krankenhäuser zu gehen...besonders dann, wenn jemand anderes dafür zahlt.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Haedicke (03.12. 2010 10:23 Uhr):
Wie wäre es denn? wenn Sie der Armee einfach die Munition streichen, Missiles und Drohen und natürlich das Flugbenzin? War die Armee nicht der größte Ölverbraucher? Und natürlich den Entwicklungsetat für Waffen und die 100Mrd über die erst gar keine Rechenschaft abgelegt werden braucht, weil eben für geheime Zwecke. Ich nehme dann die freundlichen und jubelnden Menschen auf mich. Leider würde es mir ergehen wie Martin Luther King oder J.F.K.. Aber man braucht ja immer wieder so einen, oder ein paar mehr, vielleicht auch mal eine Mehrheit. Es soll ja nicht nur einen weisen chinesischen Kaiser gegeben haben. Einer davon hat sogar ganz real seine Kriegsflotte in eine Bucht bringen lassen und dann hatte Bohrwurm und Schimmel Arbeit. Für Eisen und Titan ist der Meeresboden natürlich idealer. Wir hatten mal einen John, der meinte nur Imagine! Es war einfach nur ein John zu wenig. Er dachte und schrieb wenigstens das Richtige! Und er war für seine Kommentare berüchtigt!
Antworten- Antwort von Peter Jaunecker (04.12. 2010 10:01 Uhr):
Sehr geehrter Herr/Frau Haedicke, Ihrem Kommentar kann ich nur mit vollem Herzen zustimmen. Die Ausgaben für Militär oder ähnliche Organisationen haben weltweit bisher unvorstellbare Werte angenommen. Gleichzeitig ist die Frage zu stellen, welchen Zwecken dient oft dieses Militär? Der Bevölkerung in den wenigsten Fällen (Ausnahme Katastropheneinsätze). Meist wird Militär eingesetzt, wenn die Bevölkerung mit den Wünschen mancher Machthaber nicht konform ist, oder wenn innenpolitische Gründe dafür sprechen, von Außen eine Bedrohung aufzubauen, um so den nationalen Willen zu stärken. In allen kriegerischen Fällen wird Militär dazu verwendet Beute zu machen bzw. jede Menge privaten Gutes (inkl. Menschen) zu zerstören. Die sogenannte Verteidigungsdoktrin kann man bei den heutigen Waffen eigentlich nur mehr belächeln. Mit freundlichen Grüßen Peter Jaunecker
- Antwort von Peter Jaunecker (04.12. 2010 10:01 Uhr):
- Kommentar von Peter Jaunecker (03.12. 2010 10:28 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, Ihrem Artikel kann ich in keiner Weise zustimmen, Ihre Ausführungen zur Reduktion der US-Staatsausgaben sind grundsätzlich falsch und nur durch Verärgerung über das neue Sozialversicherungsystem begründet. Sie sollten bei Ihren Äußerungen bedenken, daß auch Sie z.B. durch Unfall in eine Situtation geraten können, wo sie ärztliche Hilfe brauchen und Ihre Vermögenswerte schrumpfen/verfallen. Auch ich könnte mit Federstrich die US-Staatsausgaben gewaltig reduzieren und gleichzeitig die Kaufkraft der Bevölkerung erhöhen. Um dieses zu bewerkstelligen müßte ich nur die Ausgaben für Militär, Raumfahrt und Wissenschaft soweit sie nicht im allgem.Interesse liegen bzw. der Weiterentwicklung friedlicher Waren dienen, kürzen. Auch eine kräftige Besteuerung (bei Emision) der diversen oft durch nichts besicherten Wertpapiere und Fonds, wäre neben Einkommensbesteuerung der Besserverdienenden (ca 90 %) ab bestimmten Einkommensgrenzen (Steuerprogression ohne großartigen Freibetragsgrenzen), Reduktion der geltend gemachten Werbekosten und Aufwandsspesen u.v.a.m, denkbar. Weiters könnten Staatseinnahmen durch erhöhten Kontrollaufwand oder geänderten Berechnungsmodus des Staates lukriert werden (z.B. Waffenbesitz, Grundbesitz, Luxusbesteuerung, Besteuerung der im Ausland befindlichen Vermögenswerte etc.). Auch eine Art Spekulationssteuer mit strengen Haftungsbestimmungen und Strafen im Falle von Unregelmäßigkeiten ist möglich. Auch gegen den Preiswucher kann man behördlich einschreiten. Sie sehen, auch in diese Richtung kann sich der Staat sanieren. Mit freundlichen Grüßen Peter Jaunecker
Antworten- Antwort von Haedicke (06.12. 2010 11:14 Uhr):
es schreibt Axel Haedicke Sehr geehrter Herr Jaunecker, es ist eine sehr spannende Zeit, in der wir leben. Für mein Empfinden wiederholen wir gerade eine geschichtliche Epoche, die man mit den 30er Jahren vergleichen kann. Da brannte der Reichstag zum Fanal, gestern waren es die WTC 1,2 und 7, heute sind es die vielen tatsächlichen oder angeblichen Anschläge. Man vermeidet die offene Diktatur und versucht es mit der konstitutionellen Monarchie. Da stören Bürgerrechte und Freiheit. Das abzuschaffen ist Brüssel gut. Und was dort und anderswo getan wird tut weh. In meinem freien Beruf geben die Leute noch etwas auf ihren Stand und sind etwas wachsamer. In den Berufskammern bebt es. Eigentlich das gleiche Spiel. Die Seilschaften schlagen den letzten Rest Moral aus dem Feld oder zerbrechen daran. Ich habe das Glück gehabt, eine solch arrogant-dummdreiste Situation nützen zu können, um einen Verein mitzugründen und zu organisieren, der alte Strukturen in unserer Körperschaft über Nacht aufbrach. Wir konnten zielgerichtet den Unmut kanalisieren und diesen konkret zum Ausdruck bringen. Darauf kommt es heutzutage an. Meckern hat noch nie gereicht. Es ist einfach die Zeit der Tat, sonst tut man uns etwas an. Jeder sehe sein Feld und bestelle es. Die Börse als Wettspielbetrieb mit 100-1000fachem fiktiven Werteinsatz gehört in vielen Bereichen abgeschafft. Sie erschafft kaum etwas, zerstört aber vieles durch Spekulation. Aber dazu ist sie da - Illusionen zu zerstören und zur Klarheit zu zwingen. Insofern ist sie o.k.
- Antwort von Haedicke (06.12. 2010 11:14 Uhr):
- Kommentar von Philippovich (06.12. 2010 10:33 Uhr):
Lieber Herr Bonner, was heißt, ursprünglich nicht vorgesehen? Rüstung, Polizei und Repression sind doch keine Grundbedürfnisse des Staates? Wenn es stimmt, dass die Auslöser der gefährlichsten Konflikte Ungleichgewichte und Marginalisierung (sowohl innen- wie außenpolitisch) sind, würde ich viel mehr in Prävention - Ausgleich und Förderung - als in Repression, Überwachung und ständige Rüstung investieren. Gratuliere zu Ihrer Gesundheit - mir geht es ähnlich gut, aber die private medizinische Betreuung von Schwiegermutter und Schwägerin könnten wir schwer mittragen. Noch eine Frage: verstehen Sie militärische Omnipräsenz der USA und ihre Interessensdurchsetzung als Verteidigung bzw. Heimatschutz? MIt freundlichen Grüßen N. Philippovich
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