Einkaufsmanagerindex zeigt erste positive Signale – kommt 2003 die Erholung?
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 02. Dezember 2002 18:00 Uhr
ENL5454
Nach einer Umfrage bei den Einkaufsmanagern zeigt sich, dass sich der Abschwung der deutschen Industrie deutlich verlangsamt hat. Grund hierfür wird in der verstärkten Nachfrage aus dem Ausland gesehen, die für eine leichte Erholung im Verarbeitenden Gewerbe sorgte.
Aber auch in der gesamten Euro-Zone verlangsamte sich der Geschäftsrückgang bei den Industriefirmen. Die Daten lassen die Hoffnungen zu, dass es im kommenden Jahr zu einer wirtschaftlichen Erholung kommen könnte. Ganz wichtig ist, dass nach Einschätzung von Analysten nun genügend Spielraum für eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank vorhanden ist.
Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für Deutschland stieg im November auf saisonbereinigt 49,0 Punkte von 48,4 Punkten im Oktober. Der Index liegt damit zwar den vierten Monat in Folge unter der 50-Punkte-Marke, die die Grenze zwischen Geschäftsrückgang und Geschäftswachstum anzeigt, Analysten hatten aber im Schnitt mit einem unveränderten EMI-Stand bei 48,4 Punkten gerechnet. Insbesondere die Auslandsnachfrage erreichte den höchsten Wachstumszuwachs seit 2 Jahren. Dies obwohl die derzeitige Euro Stärke sich bremsend auswirkte. Der Index der Exportaufträge stieg von 52,2 Pkt auf 53,5 Pkt.
Es zeigen sich also nicht nur in Amerika, sondern auch hier in Deutschland erste Anzeichen dafür, dass das Tal durchschritten ist. Diese Zahlen unterstützen damit die charttechnische Vermutung, dass es sich bei der aktuellen Situation seit September um eine Bodenformation handelt.