Eine spannende Entwicklung im Goldminen-Sektor
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 08. April 2008 19:00 Uhr
ENL5454
Heute möchte ich Sie über eine hoch interessante Gold-Studie zu informieren, die ich vor kurzem aus den USA erhalten habe. Die Leser des Emerging Markets Radar wissen bereits Bescheid, denn hier habe ich die Studie schon vorgestellt. Die Basis der Studie bildet der bekannte Fakt, dass die großen Gold-Produzenten in Wirklichkeit im Frühstadium der Hausse gar nicht so brillant und weitsichtig waren, wie es in der allgemeinen Presse oft beschrieben wurde.
Tatsächlich ist es, zumindest in Finanzkreisen, bekannt, dass die Gold-Produzenten den Bullenmarkt im Gold erst wirklich erkannten, als Gold zwischen 350-400 US$/Unze notierte. Die gesamte 1. Phase des Gold-Booms (von dem Tief bei 277 US$/Unze am 4. Januar 2002 bis in die Preisregionen von 350-400 US$) verschliefen die großen Minenkonzerne fast vollständig.
Erst dann wurde den Managements klar, dass wir bei Gold in einen Bullenmarkt übergangen waren. So hat z.B. Barrick Gold, der größte Goldproduzent der Welt, seine Vorwärtsverkäufe erst bei Goldpreisen über 350 US$/Unze komplett aufgelöst (das war im Februar 2003 – also 1 Jahr nach dem Start der Rallye).
Und dann kam es, wie es im Minen-Business immer kommt: Es begann die große Phase hektischer Expansion, um die Goldressourcen zu schnell wie möglich zu erhöhen. Das führte natürlich zu steigenden Kosten und Abschreibungen und belastete die Gewinnentwicklung der Großen Goldproduzenten.