Eine selten zu sehende Divergenz kann große Gewinne bringen
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 26. September 2008, 17:00 Uhr
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Eine selten zu sehende Divergenz kann große Gewinne bringen
Erfahrung ist also die wichtigste Basis für eine gute Chartanalyse. Sie müssen wissen, wie sich ein Chart im Normalfall verhält, um bei Abweichungen davon hellhörig zu werden. Denn die meiste Zeit ist der Chart nur ein bloßes Rauschen von Preisinformationen, die relativ belanglos sind. Doch es gibt einige Filter, mit denen Sie diese hinterlegen können. Zeigen diese eine Abweichung vom reinen Preisbild, sollten Sie sehr, sehr aufmerksam werden.
Das Verhältnis von steigenden zu fallenden Aktien ist sehr wichtig
In der vergangenen Woche ist mir solch ein selten auftretendes Phänomen begegnet. Im folgenden Chart sehen Sie von oben nach unten kombiniert: Das Verhältnis der neuen Hochs zu neuen Tiefs des kanadischen TSX-Venture-Index, dessen reinen Preischart, die gehandelten Umsätze und ganz unten den Russell 2000 als Abbild eines sehr breit gefassten Smallcap-Index.
Ich habe Ihnen in diesem Chart eine senkrechte Linie eingezeichnet. Sie kennzeichnet den Tag, als der TSX-V einen fürchterlichen Ausverkauf erlebte. Die Pleite des Hedgefonds Ospraye verursachte massive Verkäufe, da er viele Aktien aus seinem Bestand verkaufen musste, was bei nicht darüber informierten Anlegern Panik und Stopp-Verkäufe auslöste.
Dieser Chart lässt die Alarmglocken schrillen
Der Index fiel auch danach noch etwas weiter. Das reine Preisbild hätte Sie also nicht aufmerksam gemacht. Was sich dann jedoch im Chart der neuen Hochs und Tiefs oben abspielte, ist ein sehr selten auftretendes Phänomen. Hier müssen bei Ihnen sämtliche Alarmglocken läuten. Dieser bildete nämlich bereits vor dem Ende des Ausverkaufs der beiden Aktienindizes ein Tief aus, das von der Umsatzentwicklung bestätigt wurde. Diese sanken danach ab.
Die starken Hände traten auf den Plan
Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt Käufer in den Markt kamen, welche trotz weiter fallender Kurse bereits erste Investments tätigten. Das sind die berühmten starken Hände, welche hier trotz der Panik zugegriffen haben, weil die Aktien fundamental zu günstig wurden. Der Markt war so überverkauft, dass er danach nur noch steigen konnte. Im reinen Preischart kaum zu erkennen, konnten Sie hier in den folgenden Tagen gewaltige Gewinne erzielen. Und Sie hatten auch genügend Zeit, um sich die richtigen Aktien auszusuchen. Denn durch diese Divergenz waren Sie bereits einen guten Tag eher alarmiert, bevor sich die Wende am Markt ereignete. Das höhere Tief im oberen Indikator war dann nur noch die perfekte Bestätigung für ein wichtiges Marktextrem. Wer hier schnell gehandelt hat, konnte in nur wenigen Tagen Gewinne von 20, 30 und mehr Prozent einstreichen. Meine Leser waren rechtzeitig informiert. Sie auch ?
Sie sehen also: Auch mitten in einer Finanzmarktkrise können Sie schöne Gewinne erzielen, wenn Sie die Charts nicht nur als Kaffeesatzleserei abtun.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, herzliche Grüße,
Daniela Knauer