Eine Scorecard kann helfen Fehlentscheidungen zu vermeiden
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 23. Januar 2012, 16:00 Uhr
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Deshalb ist es wichtig, dass sich Anleger eine Checkliste für die Entscheidungsfindung machen. Diese Liste sollte neben der Frage nach dem Primär- und Sekundärtrend des Zielmarktes auch die Frage nach der Saisonalität beantworten. Beispielsweise zählen die Börsenmonate Dezember und Januar zu den besseren Handelsmonaten für Aktien während März oder September zu den schlechteren Aktienmonaten gerechnet werden. Und es sollte berücksichtigt werden, dass Aktienmärkte auch anderen Zyklen (Präsidentenzyklus, Dekadenzyklus) unterliegen als Devisen und Rohstoffmärkte.
Saisonale Entwicklungen stets im Auge behalten, ein aktuelle Beispiel
In diesem Zusammenhang dürfte Sie vielleicht interessieren, das für Kupfer saisonal jetzt ein günstiger Zeitabschnitt beginnt, der wie Sie im Chart sehen zu der stärksten Phase des Jahres zählt. In 37 Jahren Marktbeobachtung durch den Analysten Dimitrie Speck hat sich herausgestellt, dass die Monate Januar bis März für Kupfer zu denen mit dem stärksten Kursanstieg gehört. Wenn Sie sich jetzt ihre Checkliste betrachten dann könnten Sie ähnlich wie bei einer Golf Scorecard für die einzelnen Entscheidungsschritte Punkte vergeben. Stehen Sie vor der Entscheidung eine Aktie in Trendrichtung zu handeln vergeben Sie angenommen 5 Punkte dafür weil sich der Markt im Aufwärtstrend befindet. Wollen Sie short gehen so können Sie sich keine Punkte geben und Sie müssen andere Argumente finden oder die Positionsgröße so klein halten, das Sie kein großes Risiko eingehen. Weiteres Beispiel: Es soll um eine Kupferminenaktie gehen. Sie gewichten die Frage nach der Saisonalität noch einmal mit 2 oder 3 Punkten extra weil jetzt im Januar der saisonale Zyklus für ein finanzielles Engagement spricht.
Dann setzen Sie sich ein Punkteziel (Score) und verbinden das mit einer Handelsregel: Beispielsweise nur Aktien kaufen wenn mindestens 8 oder 10 Punkte das Investment absichern. Auf diese Weise könnten Sie es vermeiden, dass sich grobe Entscheidungsfehler wiederholen und außerdem ist diese kleine Prozedur durchaus geeignet Schnellschüsse zu vermeiden. Oftmals lassen wir uns nämlich von der Medienberichterstattung verleiten und treffen vorschnelle Entscheidungen, die uns ganz schnell leidtun.
Ach übrigens nach dieser Vorgehensweise haben sich Target Trader Leser bereits vor 2 Wochen im Kupfer und Weißmetalle investiert (Probelesen: hier)
Viel Erfolg am Markt
Jürgen Nowacki
Coach Trading & Sales
Zum ersten Teil von: Im Nachrichtendjungel den Überblick behalten
