Eine rundum gelungene Veranstaltung
Daniela Knauer in Traders Daily
vom 03. April 2007 12:00 Uhr
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Am Nachmittag brachte Wieland Staud mit seinem "Global Market Roundup" charttechnischen Schwung in die Veranstaltung. Auch er sieht kurzfristige Unsicherheit für die Fortführung der Trends besonders in einigen großen Indizes und bestätigte damit die fundamentale Sichtweise des Vormittags. Positiv erwähnte er die starken Trends in den erneuerbaren Energie-Aktien und im Nikkei. Auf der Ebene einzelner Aktien findet er nach wie vor starke und intakte Aufwärtsbewegungen, warnt aber gleichzeitig vor Investments in charttechnisch schwache Titel. Bei den Rohstoffen erscheint ihm Gold besonders positiv, während er für Öl vorerst keinen Ansatz zu neuen Höchstständen erkennen kann.
Interessanterweise zeigen aus charttechnischer Sicht die Zinsen bereits erste Ansätze eines längerfristigen Trendwechsels, ebenso wie der Yen sowohl gegen Euro als auch gegen den US-Dollar. Bei EUR/USD sieht er zwar noch einen positiven Trend, eine Topbildung im Bereich der alten Hochs hällt er aber durchaus für möglich, da sich hier zur Zeit zu viele Bullen tummeln. Abschließend warnte Wieland Staut vor den schlechten Ratgebern Angst und Gier und riet zur Demut vor dem Markt, ein Ratschlag passend zur rationalen Depotoptimierung von Ralf Vielhaber.
Noch ist die Marktstruktur gesund
Zu guter Letzt analysierte Robert Rethfeld die "Intermarket-Faktoren 2007". Er warf einen spannenden Blick auf die aktuelle Marktstruktur auf der Basis von Zeitprojektionen, Saisonalitäten und den langfristigen Zyklen. Aus seiner Sicht trägt der 27.02.2007, der Tag des jüngsten Kurseinbruchs, bemerkenswerte Zeichen für eine Panik, die ihn zu einem wichtigen Ereignis machen. Die Entwicklung der letzten Wochen ist sozusagen eine Korrektur im Zeitraffer, denn bereits kurz nach dem Ausverkauf zeigten sich wichtige markttechnische Hinweise auf ein rasches Ende dieses Einbruchs. Auch aus der Sicht längerfristiger Zyklen ist jetzt noch kein Ende des Aufwärtstrends an den Aktienmärkten zu erwarten. Allerdings sieht er ab dem Spätsommer größere Turbulenzen auf uns zukommen, die sich aus unterschiedlichsten Zyklen und langfristigen Chartverläufen errechnen lassen. Passend zu der Prognose für die Aktienmärkte erwartet er erste Zinssenkungen der amerikanischen FED frühestens im dritten Quartal 2007, denn noch zeigen die Wirtschaftsdaten keinen der Faktoren, die in früheren Zyklen zu einer Zinswende geführt haben. Das könnte sich aber im Sommer ändern, denn er sieht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass in den USA ab dem vierten Quartal 2007 eine Rezession beginnt. Interessanterweise sprechen auch die Saisonalitäten bei den Währungen für größere Turbulenzen im Spätsommer - einem stärkeren Yen und einem schwächeren US-Dollar - womit wir das Thema der Carry-Trades nicht zum letzten Mal in diesem Jahr gehört haben sollten.
Eine interessante Grafik will ich Ihnen zum Schluss noch zeigen, deren Faktoren zu beobachten sich im weiteren Verlauf des Jahres lohnen könnte:
Quelle: www.wellenreiter-invest.de
Bisher ist erst ein Faktor (die inverse Zinsstruktur) erfüllt, der für den Beginn größerer Turbulenzen an den Märkten sprechen könnte. Gefährlicher wird es jedoch erst, wenn zwei oder gar drei der Bedingungen erfüllt sind. Wie Roger Peeters feststellte, sollte man in nächster Zeit genau auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen achten. Wenn sich eine Abschwächung der Gewinne einstellt, besteht die Gefahr steigender Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV). Damit würde nach obigem Modell auch das Risiko eines größeren Einbruchs an den Märkten steigen.
Lassen Sie sich von erstklassigen Börsenbriefen durch die Klippen des Jahres 2007 steuern
Als Fazit aus der abschließenden Podiumsdiskussion lässt sich festhalten: Die Experten beobachten die Entwicklung der Märkte kritisch. Bisher gibt es aber noch keine gravierenden Faktoren, die für ein schnelles Ende der Aufwärtstrends sprechen. Im Lauf des Jahres 2007 könnte uns allerdings noch der ein oder andere Sturm drohen.
Wichtig ist ein differenzierter Blick auf die Märkte aus fundamentaler und charttechnischer Sicht. Bleiben Sie kritisch, vermeiden Sie sowohl Panik als auch Gier und kaufen Sie nicht mit Lust, sondern mit Verstand. Machen Sie sich das Leben leichter: Lesen Sie erstklassige Börsenbriefe (die Ihnen der Investor-Verlag in breiter Auswahl bietet), dann sind Sie frühzeitig über die wichtigsten Trends unterrichtet und werden auch schwierige Phasen des Marktes meistern.
Ihre Sonder-Berichterstatterin aus Bonn
Daniela Knauer
