Eine neue Blase bei Öl und Rohstoffen?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Rohstoffe
vom 13. Juni 2008, 07:00 Uhr
ENL5454
Es sieht so aus, als würde es die nächste Blase bei Öl und den Rohstoffen geben.
Wie ich zuletzt erwähnte, funktionieren die Märkte. Und jetzt lassen sie ihren Zauber auf den Ölmarkt wirken. Die hohen Preise halten vom Verbrauch ab... und sie ermuntern zu weiterer Produktion - und das erleben wir gerade.
In den Nachrichten zum Wochenende erfuhr man weitere Details
So erfuhr man z.B. dass Brasilien neue gewaltige Ölfelder gefunden hat. Das Problem ist, dass das Öl vor der Küste und in 10 Kilometern Tiefe liegt. Es wird 240 Milliarden kosten, es an den Ölmarkt zu bringen, heißt es in aktuellen Schätzungen - und das macht es zum teuersten Öldepot der Welt, das je erschlossen wurde.
Gleichzeitig gibt es das große Bakken-Feld in den Vereinigten Staaten. Auch das ist riesig. Aber es ist tief und liegt in einer dünnen Schicht der Dolomiten und das macht es schwierig (teuer) es herauszubringen.
Wie in der vergangenen Woche berichtet, fallen die Blasen bei den natürlichen Rohstoffen und den Lebensmitteln mit einer noch größeren Blase zusammen
- der Mutter aller Blasen - der Blase der menschlichen Bevölkerung.
Ja, es gibt in jeder Minute mehr von uns. Und so weit ich weiß, wachsen wir jetzt so, wie von Malthus vorhergesagt - schneller als das Angebot von Öl, Lebensmitteln und Wasser. Die große Frage ist:
Welche Blase wird als erstes platzen?
Das ist nicht das erste Mal, dass diese Frage gestellt wurde. Malthus selbst hat sie gestellt und auch beantwortet - falsch, wie sich herausstellen sollte. Und dann hat sich Paul Ehrlich diese Frage in den Siebzigern gestellt - und auch er kam auf die falsche Antwort. Beide dachten, dass Millionen von Menschen dazu ausersehen sind zu hungern, denn ihn schien es so, dass es mathematisch sicher ist, dass das Angebot nicht schnell genug steigen wird, um dem Bevölkerungswachstum nachzukommen.
Jetzt glauben die meisten Ökonomen dass die Sache geregelt ist. "Suchet und ihr werdet finden", sagen sie, und fügen noch einen Vorbehalt hinzu, solange man eine gut funktionierende kapitalistische Wirtschaft hat.
Dessen bin ich mir nicht so sicher....