Eine kurze Geschichte der fantastischen Inkompetenz der Regierung
Investors Daily
vom 08. Juli 2003 18:00 Uhr
ENL5462
Ich weiß, dass Ihr immer klugen und gut ausgebildeten Leute den alten Spruch kennt, den Karl Marx und der Brite Philip Guedalla so gerne sagten: "Die Geschichte wiederholt sich." Nun, wir werden sehen, dass dies bei der Geschichte der fantastischen Inkompetenz der Regierung zutreffend ist, wie wir jetzt sehen werden.
William L. Anderson vom Mises Institute, der auch Volkswirtschaf an der Frostburg State University lehrt, schreibt auf der Homepage vom Mises Institute: "Jahrelang haben die Ökonomen geglaubt, dass es in einer Volkswirtschaft nur eine begrenzte Anzahl von Arbeit gibt, und dass die Leute keine Arbeit haben, sobald diese Dinge getan sind. Aber die Wahrheit ist das genaue Gegenteil; es gibt wirklich eine unbegrenzte Zahl von Dingen, die getan werden muss. Wie Alchian und Allen in ihrem Buch 'Exchange an Produktion' (1983) gezeigt haben, werden wegen der verbesserten Produktivität immer Arbeitskapazitäten frei, die sich um andere Dinge kümmern können. So wächst eine Wirtschaft – eine simple Wahrheit, die den meisten professionellen Ökonomen entgangen zu sein scheint."
Und ich füge hinzu, dass DAS den meisten professionellen Ökonomen nicht nur komplett entgangen ist, lieber Professor, sondern dass sie auch zunehmend ignoriert haben, dass diese "unbegrenzte Zahl von Dingen, die getan werden muss" jetzt zu Jobs der Regierung geworden ist, indem die Regierung Leute dafür bezahlt, dass sie Güter und Dienstleistungen anbieten, weil ihr Ziel pervers so beschrieben worden ist: "Dem amerikanischen Volk mehr Güter und Dienstleistungen anzubieten".
Das erinnert mich an die Zeit, als ich – vor Jahren – eine bestimmte amerikanische Stadt in Haushaltsfragen beriet. Ich unterhielt mich mit dem Kämmerer, und er hatte ein oberflächliches Kredo in seinen Papieren, wo stand, dass die Stadt es als Ziel habe, "ein kontinuierlich höheres Service-Niveau anbieten zu können". Ich erinnerte ihn höflich daran, dass dies höhere Kosten und damit höhere Steuern und Abgaben verlangen würde, und dass er deshalb gegen die Interessen der Steuerzahler arbeiten würde. Dieser Mann starrte mich ziemlich ungläubig an.
Nun, um ehrlich zu sein war ein Teil seiner Ungläubigkeit vielleicht durch die Tatsache zu erklären, dass ich das erste Mal theatermäßige Techniken bei einer Präsentation angewandt hatte. Während unseres Gesprächs hatte ich ein Seil in der Hand und knüpfte daraus einen Knoten für einen Galgen. Als ich damit fertig war, schrieb ich auf ein Schild "Steuerzahler" und hängte es mir um den Hals. Ohne ein Wort – ich konnte sehen, dass der Kämmerer durch meine Performance baff war – stieg ich dann auf den Stuhl und legte mir den Galgen um den Hals und zog das Seil fest. Ich stellte mich auf ein Bein und zuckte mit dem anderen Bein so in der Luft, wie es in meiner Vorstellung ein Gehängter im Todeskampf tun würde. Ich ließ meine Zunge aus dem Mund hängen und rollte meine Augen zurück. Oh, das war ein aufregender Moment!
Ich reizte diese Szene so lange wie möglich aus, und stand für fast eine volle Minute so, mit der Schlinge um meinen Hals und mit fast einem Krampf im Bein. Man hätte die sprichwörtliche Nadel fallen hören können.
Danach wollte ich noch die Rolle eines Geistes spielen, der symbolisch für die wirtschaftlich strangulierten Steuerzahler der Stadt stehen sollte, die den Stadtrat verfluchen. Aber sobald ich das Geistkostüm angezogen hatte und das Licht ausgemacht hatte sowie mit einer Taschenlampe unter mein Kinn leuchtete (weil das wirklich gruselig aussieht), veranlasste der Kämmerer aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, dass ich von einer überraschend starken Sekretärin rüde aus dem Büro geführt wurde. Dabei muss diese Frau mindestens 70 Jahre alt gewesen sein. Und ich musste mir eine Tirade des Kämmerers anhören, dass dies sein Büro und seine Stadt sei, und dass er seine Anweisungen vom Stadtrat beziehe, und wenn ich noch etwas zu sagen habe, dann solle ich das denen sagen, und ich dürfe nie wieder einen Fuß in sein Büro setzen, bla bla bla.
Ich habe die Details von dem, was er sagte, vergessen, aber ich erinnere mich daran, dass es irgendwie cool war, als er in einer kurzen Zeitspanne sehr oft das nicht gerade höfliche amerikanische Wort, das mit "F" beginnt, sagte.
Wie auch immer – der Ökonom Paul Craig Roberts betont, dass "die relativ gut ausgebildeten aber niedrig bezahlten Arbeiter in vielen asiatischen Ländern einen Vorteil gegenüber den US-Arbeitern haben wegen ihrer rechtlichen Stellung." Was, hm? Aber die Erklärung folgt: "Der Vorteil (der ausländischen Arbeiter) steigt mit der Abwesenheit von Steuerbehörden ( ...) und anderen regulierenden Bürokratien, deren Budgets verlangen, dass ein nie endendes Angebot an Gesetzesbrechern bestraft wird."
Ich klatsche mein Handfläche an meine Stirn und sage: "Das ist die Wahrheit, Bruder!" Hätte die Regierung nichts Besseres zu tun? Es scheint mir ein Naturgesetz zu sein, dass Regierungen immer größer und stärker werden.
Und Roberts weiter – da scheint er mich übrigens zitiert zu haben: "Wir können nicht eine große, eindringende Regierung und eine gesunde Wirtschaft gleichzeitig haben." Nun, obwohl er mich fast wörtlich zitiert hat, hat er NICHT auf die Quelle seines profunden Wissens verwiesen. Und er hat ausgerechnet die besten Stellen weggelassen, denn ich hatte gesagt: "Ihr einfach gestrickten amerikanischen Wähler, die ihr die demokratischen und republikanischen Heulsusen wählt, die euch Sicherheit von der Wiege bis zur Bahre versprechen und Unterstützung für alles und jeden, ihr denkt in euren erbsengroßen Hirnen, dass ihr eine große, grausame, unterdrückende, faschistische, korrupte und repressive im totalitären Sinne Regierung haben könnt und gleichzeitig eine gesunde Wirtschaft. Aber das geht nicht, ihr unglaublich hohlen Dummköpfe!"
Naja gut, seine Version ist kürzer, aber dafür fehlt ihr das Feuer, das die Wichtigkeit dieses Themas verlangt. Aber Sie können sicher sehen, wie er mich gekürzt hat, oder?
Tja, die Zeiten sind verrückt. Aber dass sie das in der Wirtschaft sind, spiegelt doch nur den allgemeinen Zeitgeist wider. Vergleichen Sie doch mal, wie oft sie im Fernsehen eine total sinnlose Game- oder Talkshow sehen können, und wie oft es Mozart im Fernsehen gibt. Dann bedenken Sie, dass diese Game- und Talkshows von vielen Leuten stundenlang gesehen werden, während sie Mozart, den bis jetzt größten Komponisten der Musikgeschichte, vollkommen ignorieren.
Stellen Sie sich das vor!
Jetzt gehen Sie in die Geschichte zurück und suchen Sie eine vergleichbare Gesellschaft. Die Gesellschaft, an die ich dann sofort denken würde, ist natürlich die von Sodom und Gomorrah. Ich meine damit die Party-Städte des Alten Testaments, aber das Ende für diese Städte war nicht gerade gut, wie ich mich erinnere.
Vielleicht fragen Sie: "Aber wie konnten die diesen deliziös hedonistischen Lebensstil finanzieren?" Nun, ich bin sicher, dass diese Frage schon viele Bibelgelehrte beschäftigt hat, und ich persönlich verbringe jede Menge Zeit mit der Frage, wie ich meinen EIGENEN hedonistischen Party-Lebensstil finanzieren kann.
Nun, die Antwort steht in einem kleinen Teil der Bibel irgendwo am Ende, denn niemand will diesen Teil über monetäre und fiskalische Politik lesen.
Auch ich habe von diesem Teil noch nie gehört, und zwar aus dem Grund, weil dieser Teil NICHT von Sex und Partys und Orgien und Betrunkenwerden handelt, sondern es darum geht, wie man für den Sex und die Partys und die Orgien und das Betrunkenwerden bezahlt. Und ich habe herausgefunden, dass sie das alles auf Pump finanzierten. Und ich bin glücklich zu berichten, dass das, was vor 2000 Jahren galt, auch heute noch relevant ist. Weder ich noch irgendjemand den ich kenne haben sich jemals wirklich Sorgen gemacht, wie man eine wundervolle Zeit finanziert, WÄHREND man diese wundervolle Zeit gerade genießt. Ein paar flüchtige Gedanken daran, vielleicht. Vielleicht ein höfliches Abwinken. Aber niemals Sorgen. Und immer auf Pump.
Jahr für Jahr finanzierten die Regierungen von Sodom und Gomorrah sich durch Schuldenmachen. Jahr für Jahr! Mehr und mehr! Mehr Schulden! Mehr neues Geld! Alles dreht sich! Und dann eines Tages hieß es – Kawumm! Und dann beginnt der Teil, der die große Lektion sein soll, eine der instruktiven Parabeln, für die die Bibel so berühmt ist.
Und so ist die Bibel auch der Vorläufer der Volkswirte der sogenannten österreichischen Schule, die sagen, dass das Anhäufen von Schulden, die nicht mehr verkraftet werden können, keine gute Idee ist.
Aber wir sind an einem Punkt angelangt, an dem niemand mehr auf die Geschichte achtet, auch dann nicht, wenn es in der Bibel steht. Deshalb ist es wohl nicht abzusehen, dass irgendeine Regierung irgendwann damit aufhören wird, den Weg in die finanzielle Insolvenz zu wiederholen.
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