Eine kleine Annäherung
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 7. Dezember 2010, 08:30 Uhr
die jüngsten Forderungen, den Euro-Rettungsschirm weiter aufzuspannen, haben bislang noch keine Auswirkungen auf den Aktienmarkt gehabt. Unsere Regierung stemmt sich gegen diese Forderung, sowie gegen die Einführung von Euro-Bonds. Gut so! Noch stemmen sich auch die Bären gegen die Eroberung der 7.000er-Marke.Gestern gelang aber nur eine kleine Annäherung, da kurs-relevante Nachrichten ausblieben. Die Gegenbewegungen wurden aber im Laufe des Handelstages immer schwäche, so dass eines klar ist: Die Bullen haben das Zepter weiter in der Hand!
Um 12.00 Uhr erwarten uns wichtige Zahlen: Die Auftragseingänge der deutschen Industrie werden dann veröffentlicht. Vielleicht gelingt es ja dann, die magische Marke zu überwinden?
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +0,10% |
| Dow Jones: | -0,17% |
| S&P 500: | -0,13% |
| Nasdaq: | -0,06% |
| EUR/USD: | +0,24% |
| Gold: | +2,24% |
| Silber: | +2,42% |
| Öl (Sorte Brent): | +1,10% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit drem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): was passiert, wenn sich der Traum erfüllt?
Nach oben deckelt ein recht breiter Widerstandsbereich, der zwischen 6.965 und 6.978 Punkten verläuft. Wird dieser nach oben verlassen, gehe ich long. Dann sollte zumindest eine kurze Kontaktaufnahme mit der 7.000er-Marke, auf die doch alle warten, gelingen - aufgrund des begrenzten Aufwärtspotenzials muss entsprechend ein enger Stopp gewählt werden. Sehen es die Bullen aber nicht ein, trotz der Erfüllung ihres größten Wunsches, nun vom Gaspedal zu gehen, bleibe ich long investiert - oder gehe mit dem Sprung über die 7.000er-Marke long, falls es zuvor nicht im ersten Anlauf funktioniert hat.
Auf der Unterseite richten sich meine Blicke auf die 6.900er-Marke, die aus Bullen-Sicht besser nicht unterschritten werden sollte - dann gehe ich short mit Kursziel 6.850 Punkte. Dort oder aber schon an der runden Kurs-Marke setze ich aber wieder auf die Bullen (und gehe long), sofern der Kursrückgang dort gestoppt werden kann.
Oberhalb der 7.000er-Marke sind bereits bei 7.035 und 7.050 Punkten Widerstände auszumachen. Bei solch wichtigen Chartmarken, wie es die 7.000er-Marke nun einmal eine ist, ergeben sich häufig Konstellationen, die als extrem beschrieben werden können. Zu lange warten die bullisch eingestellten Marktteilnehmer auf dieses Ereignis und entsprechend kann dies extreme Entscheidungen hervorrufen: Von „jetzt gehe ich raus und en Rest des Jahres sehe ich mir nur noch von der Seitenlinie aus an", was eine kräftige Gegenbewegung auslösen würde, bis „nun gewinnt die Jahresendrallye-Rakete erst richtig Fahrt und ich will weiter dabei sein" ist alles möglich. Erfolgt ein souveräner Anstieg über die Hürde, favorisiere ich die zweite Variante, da allmählich die Zeit des Window-Dressing anfängt. Die großen Adressen kaufen dann noch einmal die Titel ein, die in diesem Jahr ohnehin schon gut gelaufen sind, um ihre Bilanz zu verschönern. Werden also die Stopp-Schilder bei 7.035 und 7.050 Zählern einfach überfahren, bleibe ich long investiert. Auf Sicht von wenigen Tagen traue ich dann dem Dax einen Stand um 7.150/200 Punkten zu.
Solange der deutsche Leitindex über der 6.900er-Marke notiert, bin ich mit Short-Einstiegen sehr vorsichtig, oder verzichte vollkommen auf diese.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 17 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Gestern ist nicht viel passiert. Die Bären verzweifeln weiter und die Bullen halten weiter an ihrem Traum fest.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
