Eine Frage des Vertrauens
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 6. Januar 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Ich grüble über das Thema Gold. Was, wenn ich falsch liege? Was wenn die fortschrittlichen, modernen Finanzinstrumente die Rolle, die Gold in der modernen Finanzwelt spielt, verringert haben? Müsste Gold sich dann nicht genau so verhalten, wie es das gerade tut - d.h. als Rohstoff? Es stieg mit Blei... und fällt auch wieder mit Blei. Aber für welches Metall gibt es keinen industriellen Verwendungszweck? Ich fragte ich danach, warum es sich dann überhaupt erst die Mühe gemacht hatte, so lange zu steigen. Nachdem ich eine Weile durch diesen tiefen Wald der widersprüchlichen und zweideutigen Gedanken gewandert war, brauchte ich einen Hubschrauber zu meiner Rettung.
Auch die Leser dieser Seiten wundern sich vielleicht... und sind auch etwas verloren. Mit diesem heutigen Text will ich ihnen zu ein paar Brotkrumen verhelfen.
Ich fange mit zwei Fragen an:
Wenn wir ein Geldsystem haben, dass auf Vertrauen aufbaut... in was vertrauen wir dann?
Und wenn es das, woran wir glauben, nicht mehr gibt, was wird dann seine Stelle einnehmen?
Diese zweite Frage ist eine hinterhältige. Also werde ich zuerst die erste beantworten: Ich weiß es nicht. Aber die Frage selbst ist es, die schon alles enthüllt. Bestünden Geldsysteme auf Dauer und wären sie unveränderbar, dann bräuchte man sie gar nicht. Das gegenwärtige Finanzsystem wäre so unbeweglich wie ein Leuchtturm - als robuster Wegweiser für die Klugen und als Warnung für die Unbesonnenen.
Stattdessen ist es jedoch so, dass die Geldsysteme kommen und gehen, wie die Laternen der Piraten aus Cornwall, die die Schiffe gegen die Felsen locken, um sie dann zu plündern.
Die Finanzgeschichte Argentiniens ist ebenso unterhaltsam wie lehrreich. Dort schafft es fast keine Generation durch ihr Leben, ohne irgendwann zu stranden - entweder vor den Felsen der Inflation oder in den Untiefen der Abwertungen oder im weichen Schlamm der Rezession. Ein System brachte Inflationsraten von 2000% im Jahr. Als dieses sank, kam ein Peso so stark wie der Dollar und dann, als der neue Peso zusammenbrach, ein ganz neuer Peso, mit einem neuen monetären Regime hinter sich.
Gerade als die Leute verstanden hatten, wie man sich um die Felsen herummanövriert, wurden die Felsen wieder bewegt. Schon wieder kam ein neues Regime mit neuen Standards. Draußen in der Pampa gewöhnten sich die Leute irgendwann an die finanziellen Veränderungen. Sie lernten nicht nur aus den Berichten der Toten, sondern aus ihrer eigenen Lebenserfahrung:
Knüpf Dein Vertrauen nicht an ein Finanzsystem, denn es wird nicht überdauern.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von XXX (06.01. 2011 11:28 Uhr):
Sensationelle Nachrichten vom US Arbeitsmark! Was sagen wir denn dazu!?
Antworten - Kommentar von Norbert Umberg (07.01. 2011 01:52 Uhr):
Cheril magst Du noch ein Bier? Weisst Du noch wie sie uns betrogen haben, hah.......unsere ganze Arbeit, jahrelanges Schuften und Sparen........alles weg für die feinen Herren mit den grossen Autos und so. Die kommen mir vor wie Blutegel......, nie ist es genug und sie saugen Dich leer. Ja, ich erinnere mich genau wie wir unser Vertrauen in Pensionskassen, Versicherungen und Banken investierten. Wir vertrauten Papier und unsere tägliche Sorge war, wie wir noch mehr davon kriegen. Mein Gott, wir konnten nicht genug davon bekommen. Cheril, erinnerst Du Dich noch wie sie dann plötzlich Gold aus dem Meer saugten mit diesen merkwürdigen Maschinen? Ja, die haben uns völlig abgezockt und wir hatten gar nichts mehr ausser uns. Hatte noch lange gedauert bis wir das alles durchschauten. Weisst Du Cheril ohne Vertrauen geht einfach gar nichts, NICHTS......kein Handel, keine Liebe, keine Kinder einfach nothing. Ja, und genau da haben die uns verarscht. Sie zerstörten alle unsere Werte worauf wir vertrauten. Dumm ist ja nur, dass wir sogar die Kreuze aus unseren Schulzimmern entfernten und erzählten, es gäbe da nichts anderes ausser unser ach so sicheren Lügengebilde. Genau, dann konnten sie uns erst recht so richtig hinabziehen. Mit diesem System waren sie wirklich die Könige über uns.......sie beherrschten uns tausende von Jahren und wir sind immer wieder darauf reingefallen. Cheril,,, lass uns das alles vergessen, heute sind bessere Zeiten .....................
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