Eine Anlagestrategie
Investors Daily
vom 14. Februar 2005 18:00 Uhr
ENL5454
*** Letzte Woche berichtete ich über Michael O'Higgins' und seinen "Dogs of the Dow"-Ansatz. Er sagt, dass man die am günstigsten bewerteten Unternehmen des Dow Jones kaufen soll.
Die Londoner TIMES hat über einen ähnlichen Ansatz berichtet, der von Volkswirten der London Business School entwickelt worden ist.
Demnach soll man einfach die 100 größten Aktien nach der Dividendenrendite ordnen. Dann soll man in die ersten 50 der Liste jeweils den gleichen Betrag investieren. (Im Endeffekt kauft man damit die am günstigsten bewerteten großen Aktien – was sich nicht allzu stark vom Ansatz von O'Higgins unterscheidet.) Das wiederholt man jedes Jahr.
Wenn man das die letzten 105 Jahre getan hätte, dann wäre laut der TIMES ein Anfangskapital von 100 Pfund zu 6,9 Millionen Pfund geworden. Wenn man andererseits mit diesen 100 Pfund immer nur kleine, wachsende Unternehmen mit niedriger Dividendenrendite gekauft hätte, dann wären daraus nur 296.000 Pfund geworden.
*** Die lang laufenden US-Staatsanleihen steigen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist unter 4 % gefallen. Und Gold zeigt auch keine Anzeichen dafür, dass es einen inflationären Boom geben wird. Beide scheinen zu signalisieren, dass die Unternehmensinsider Recht haben: Uns stehen härtere Zeiten bevor. (Ich weiß, dass ich das auch schon letztes Jahr gesagt habe – aber ich habe damals nicht gesagt, wann!)