Eine Anlageform für Krisenzeiten, an die niemand denkt
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 2. Dezember 2010, 19:00 Uhr
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Sie wollen also bei der physischen Anlage in Gold- und Silbermünzen zumindest einen bedeutenden Teil in Münzen mit geringem Gegenwert tauschen. Denn dadurch sind Sie im Alltag nach einer Krise wesentlich flexibler. Aber, wer hätte es gedacht: Auch hier gibt es einige Probleme:
Da ist natürlich zuerst das Lagerungsproblem: Gold- oder Silbermünzen über kleinere Beträge beanspruchen natürlich wesentlich mehr Platz. Beispiel: Es ist deutlich leichter, 3 Goldmünzen mit einem Wert von jeweils 1.000,- Euro zu lagern, als 300 Goldmünzen mit einem Gegenwert von 10,- Euro.
Der zweite Punkt, den Sie unbedingt beachten müssen: Münzen mit niedrigeren Gegenwerten sind teuerer. Sie zahlen bei solchen Münzen einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem inneren Wert. Die Münzhändler wissen natürlich auch, wie sie das meiste Geld verdienen können.
Deshalb eignen sich solche Münzen nicht, wenn Sie nur an Wertsteigerungen partizipieren wollen. Aber wenn Sie tatsächlich vom Untergang des Abendlandes ausgehen, dann sollten Sie sich von solchen Aufschlägen nicht abschrecken lassen. Zumal Sie mit Münzen mobiler sind. Ein weiterer Punkt, der in schlimmen Krisenzeiten nicht zu unterschätzen ist.
Alternative Sachanlagen zu Edelmetall-Münzen sind Immobilien, Kunst, Schmuck aber auch Aktien. Ja, ich weiß: Damit haben viele von Ihnen vermutlich nicht gerechnet. Denn natürlich erwarten alle Marktteilnehmer im Angesicht eines zweiten 1929-Chaos massive Börseneinbrüche und einen Jahrhundert-Crash.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Werner R (06.12. 2010 08:37 Uhr):
Goldmünzen zu 10 EUR gibt es nicht. Kleine Stückelungen liegen heute schon bei 100 EUR. D.h., bei den 300 angesprochenen Münzen sind wir schon bei EUR 30.000. Die Münzen sind so klein, dass sie schon in eine etwas größere Geldbörse passen. Wohl dem, der bei Gold Lagerungsprobleme im Sinne von Platz bekommt! Auch der angesprochene Aufschlag von kleinen Münzen ist eigentlich kein Argument, da er immer besteht. D.h., im Verkaufsfall ist dieser Aufschlag auch vorhanden. Zudem dürfte der Pries für kleine Goldmünzen im Krisenfall eher höher liegen, da diese ja am ehesten nachgefragt werden.
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