Ein weiteres Nadelöhr: Energie!

in Nebenwerte Daily
vom


 

Nicht nur die Verkehrsinfrastruktur soll unterstützt werden, sondern auch der weitere Ausbau von Kraftwerken. China will die Projekte feinsteuern, um möglichst großen Effekt damit zu erzielen. Und im Gegensatz zu vielen anderen Volkswirtschaften sind die Genossen damit recht erfolgreich. Sie fördern Projekte und kaufen, wenn die Rohstoffpreise fallen. Doch wenn diese steigen, drosseln sie schnell die Geschwindigkeit.


 

Erste Rohstoffpreise haben bereits auf die Ankündigung reagiert. Denn damit braucht China wieder mehr Kupfer, Eisenerz, hochwertige Kokskohle und natürlich auch alle Spezialmetalle zu deren hochwertiger Verarbeitung. Zudem wird sich auf längere Sicht auch der Uranmarkt wieder beschleunigen, wenn noch mehr neue Atomkraftwerke ans Netz gebracht werden sollen.

 

Rohstoffe und Produzenten bekommen neuen Schub

 

Natürlich reagieren nicht nur die teilweise schon recht ausgebombten Rohstoffpreise auf diese Nachrichten, sondern auch die entsprechenden Produzenten sollten erst einmal vor einer Erholung stehen. Zudem äußerten sich auch Xstrata und die brasilianische Vale zuletzt wesentlich optimistischer zu den Aussichten als BHP Billiton und Rio Tinto, die ihre Investitionen kürzen wollen (oder galt das evtl. gar nicht dem nachlassenden Wachstum in China, sondern war vielmehr ein Seitenhieb auf die steigenden Steuern der australischen Regierung?), wie berichtet.

 

Vale kommt mit den Eisenerzlieferungen kaum hinterher

 

Xstrata rechnet damit, dass sich die Kupfernachfrage aus China im zweiten Halbjahr deutlich beschleunigen werde. Vale betont, dass das Unternehmen derzeit Eisenerz nach China liefere, so schnell sie nur können. Das halte ich nicht für so ganz unwahrscheinlich, denn die Chinesen sind dafür bekannt, dass sie ihre Käufe verstärken, sobald ein Rohstoff im Preis gefallen ist. Wir müssen in diesem Zusammenhang immer bedenken: Auch wenn die chinesische Wirtschaft vielleicht in diesem Jahr nur noch mit acht Prozent wächst, so ist das immer noch ein so erhebliches Wachstum, dass es riesige Mengen an Rohstoffen verbraucht!

 

Die Märkte preisen gerade mit ihrer Gegenbewegung ein Szenario ein, das nicht mehr ganz dem Weltuntergang entspricht. Ob das schon für eine Bodenbildung reicht - darüber bin ich mir nicht ganz so sicher, denn die Umsätze und die Panik beim Ausverkauf waren noch recht schwach für einen tragfähigen Boden. Doch wenn die Rohstoffe sich beruhigen, ist das fast immer der erste Schritt zu einer Marktberuhigung. Beobachten Sie also das Szenario genau und testen Sie evtl. gerade jetzt einmal einen der Premiumbriefe des Investor Verlags, in denen Sie konkrete Handlungsempfehlungen für dieses Szenario erhalten.

 

Herzliche Grüße,

 

Ihre Daniela Knauer

von
Daniela Knauer
Daniela Knauer

Daniela Knauer legt großen Wert auf eine Streuung der Depotwerte und die strikte Einhaltung von Stopp-Kursen. Darauf weist sie ihre Leser regelmäßig hin.

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