Ein Tag ohne Internet
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 21. Juli 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Ich verbrachte erst jüngst einen Tag ohne jeden Kontakt zur Außenwelt - auf einer neunstündigen Reise nach Kanada.
Ohne jeglichen Zugriff auf Informationen - kein Internetzugang, keine Zeit, die aktuellen Zeitungen in die Finger zu kriegen, während ich durch die Flughäfen jagte - hatte ich bis heute morgen keine Gelegenheit, von den Entwicklungen des letzten Tages zu erfahren.
Die Trugwelt, in der ich einen ganzen Tag lang gelebt hatte, platzte direkt nachdem ich morgens die Hotelzimmertür öffnete und die Nachricht auf dem Globe und der Mail erblickte - Die Ölknappheit verschlechtert sich", leuchtete es von den Schlagzeilen. Nun, kein Wunder, habe ich im Stillen gedacht.
Mit dem derzeitigen Ölpreis habe ich wohl gerechnet - und ich rechne auch damit, dass der Preis noch weiter steigt. Ich habe schon vor einiger Zeit gesagt, dass mögliche Ereignisse wie Unruhen in den arabischen Staaten oder ein Produktionsausfall irgendeiner Art die Preise für Rohöl in die Höhe treiben könnten.
Soviel für heute - nach einem Tag ohne Nachrichten ist dies alles, was ich derzeit zum Ölpreis mitteilen möchte
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Peter Harting (23.07. 2011 01:16 Uhr):
Es wundert mich: Bill Bonner müsste doch eigentlich wissen, dass Mineralöl "ewig reicht", schließlich ist die Werbeschrift für TAIPAN schon zweimal innerhalb eines Jahres in diesem Verlag mit diesem Thema hervor getreten. Wissenschaftler aus Schweden und den Staaten haben bestätigt, was "die Russen" längst wissen und praktizieren, nämlich Öl aus großen Tiefen unter Gestein heraus bohren zu können. Und seine Entstehung auf gewaltigen Druck in etwa 100 km Tiefe zurückführen, was unter Laborbedingungen experimentell erhärtet werden konnte. Warum der Ölpreis steigt hat sicher denselben Grund, wie den, der vor Jahrzehnten den Atomausbau "zu friedlichen Zwecken" propagiert hat. Diesmal sind es "die erneuerbaren Energien", von denen man sich den Reibach erhofft, wobei die Ölindustrie wacker zuschaut, mitverdient und ihr Geheimnis für sich behält. Die Geschichte könnte noch brenzliger werden, wenn gar heraus kommt, dass Energie praktisch mit einer Hausantenne so gut wie gratis erlangt werden kann. Spätestens da hört bei den Finanzmogulen der Spaß auf. Nikola Tesla, der Erfinder des Wechselstroms, dem wir die Überlandleitungen "verdanken", hat es erfahren, als er darüber hinaus forschte und eben mal die drahtlose Stromübertragung entdeckte. Holz ist ein edler Stoff, da hat Bonner Recht - wer kann sollte sich um seinen Besitz kümmern.
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