Ein seltsames Phänomen in den Emerging Markets
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 9. November 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Im letzten Profit Radar hatte ich ein seltsames Phänomen der Kapitalmärkte der Emerging Markets angeschnitten, auf das nur sehr selten eingegangen wird. Der Grund: So richtig schlüssig ist es nicht zu erklären. In den vergangenen Jahren hat sich dieses Phänomen für die großen BRIC-Staaten oder Emerging Markets mit großen liquiden Börsen, wie Südkorea oder Südafrika, verändert.
Aber für die kleinen Kapitalmärkte gilt es weiterhin: Es ist das Phänomen, dass diese Börsen manchmal über lange Phasen seitwärts laufen. Da ist kein Blumentopf zu gewinnen. Und dann explodieren die Märkte plötzlich aus dem Blauen nach oben.
Nehmen wir beispielsweise den chinesischen Aktienmarkt: Zwischen Anfang 2004 bis Ende 2005 pendelte der HSCEI-Index fast 2 Jahre um die Marke von 5.000 Punkten. Dabei lief die China-Story schon auf Hochtouren. Und wie Sie sich erinnern, stiegen die Aktienkurse an vielen anderen Börsen in diesen 2 Jahren deutlich an.
Aber China interessierte niemanden, obwohl das Reich der Mitte schon damals Wachstumsraten von 10% auswies. 2006 kam es dann zu einem massiven Ausbruch mit einer explosiven Rallye, der den HSCEI in den kommenden 2 Jahren auf fast 20.000 Punkte schießen lies.