Ein schwacher Wochenanfang
Till Kleinlein (Gastbeitrag) in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 3. Mai 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
Lieber Leser des Devisen-Monitor,
zu früher Stunde gelang dem Euro am Freitag der Sprung über die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie). Von diesem Ereignis hatte ich einen Long-Einstieg abhängig gemacht, da zuvor die europäische Gemeinschaftswährung mehrfach an der Widerstandslinie scheiterte. Die Position, die zu 1,3271 eröffnet wurde, entwickelte sich positiv. Selbst die 1,33er-Marke stellte keine große Hürde dar. Erst bei 1,3342 bzw. am Nachmittag meldeten sich die Euro-Pessimisten wieder zu Wort. Bei 1,3311 sicherte ich mir den Gewinn ab.
Ergebnis v. Freitag: Gewinn 40 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Seit vergangenen Donnerstag geht es mit dem Euro (gegen den Dollar) leicht aufwärts. Die 1,33er-Marke musste nun aber wieder an die Euro-Bären abgegeben werden.
Es sieht danach aus, als ob Griechenland egal mit welchem Aufwand unbedingt gerettet werden wird. Das Schlimmste könnte nun vorüber sein. Der Wochenanfang gelingt aber nicht. Sell the facts scheint das heutige Motto zu sein! Der Euro verliert im asiatisch geprägten Handel klar an Wert. Die 1,33er-Marke, die 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie) und auch die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) wurden kampflos an die Euro-Bären abgegeben. Aktuell erholt sich der Euro an der 1,32er-Marke. Wenigstens diese Unterstützung scheint vorerst zu halten.
Kommt mit dem Übergang vom asiatisch zum europäisch geprägten Handel wieder mehr Optimismus in den Markt, warte ich noch einen Anstieg an, bis ich bereit bin aktiv zu werden. Erst der Sprung über die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) lässt mich dann wieder long gehen - never change a winning team. Scheitert aber diesmal der Euro am Widerstand, der durch die nahe 38er-Durchschnittslinie noch verstärkt wird, gehe ich short mit Kurs-Ziel 1,32.
Auf der Unterseite des Charts halte ich an meinen konservativen Trigger-Marken für Trade-Aktivitäten vom letzten Freitag fest. Also short, bei einem Sturz unter die 1,32er-Marke. Am letzten signifikanten Tief - vom Mittwoch - oder direkt an der 1,31er-Marke muss dann entschieden werden, wie mit der Short-Position weiter verfahren wird. Dreht hier der Euro wieder nach oben ab, decke ich die Position ein und wage einen Long-Einstieg. Falls nicht, gilt es, den Trade weiter auszureizen.
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