Ein schlechtes Omen
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 4. Februar 2010, 17:30 Uhr
heute morgen sprach ich noch von einem Schnupfen, den sich die Aktienmärkte gestern eingefangen hätten. Leider mutierte dieser nun zu einer fetzen Bronchitis. Am stärksten lasten wohl neuerliche Sorgen vor Zahlungsausfällen südeuropäischer Staaten auf dem Markt. Bei griechischen und portugiesischen Staatsanleihen weiteten sich entsprechend die Spreads aus. Außerdem enttäuschten die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Diese stiegen in den USA auf 480.000 an, obwohl ein Rückgang auf 460.000 prognostiziert wurde. Ein wirklich schlechtes Omen für die morgen mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten.
Sollte Diebesgut angekauft werden?
Laut der Süddeutschen Zeitung geht es wohl um noch mehr Geld, die sich der Fiskus durch den Ankauf von gestohlenen Daten zurückholen könnte. Von bis zu 100 Millionen Euro ist die Rede. Die Affäre um deutsche Steuersünder in der Schweiz ist derzeit eines der Top-Themen und die Diskussion, ob Diebesgut vom Staat angekauft werden sollte, wird heftig und kontrovers geführt. Dabei geht es natürlich immer nur um Geld. So können Steuereinnahmen die sonst fehlen würden, auf diesem Wege, der juristisch und moralisch bedenklich ist, wiederbeschafft werden. Ob ein derartiges Theater auch entfacht worden wäre, wenn dem Staat illegal beschaffte Daten von Kinderschändern angeboten worden wäre? Ich fürchte: Nein.
Trading-Chancen des Tages - Rückblick
Dax (DAX.I): die nächste Schlappe
Das gestrige Minus weitet sich heute beträchtlich aus. Der Dax scheitert damit endgültig am Widerstandsbereich bei 5.740 Punkten. Dies hatte ich in meinem Wochenausblick als kurzfristig notwendiges Ereignis beschrieben, damit die Bullen wieder optimistischer in die Zukunft blicken könnten. Aus der Traum! Jetzt sind die schönen Zugewinne vom Anfang der Woche komplett neutralisiert. Fällt der deutsche Leitindex nun auch noch unter die massive Unterstützungszone bei 5.550/40 Punkten, dann hatten wir es nur mit einer kurzen Gegenbewegung auf die starken Einbrüche zuvor zu tun, und die Abwärtsbewegung wird weiter fortgesetzt.
Nach der schwachen Eröffnung der Wall Street wurde dann auch noch die Unterstützungszone bei 5.600 Punkten gerissen. Kurzfrist-Trader brauchen Bewegung. Dies war zweifellos heute reichlich vorhanden und entsprechend konnte ich auch drei Dax-Trades anbringen.
Das Marktrauschen war noch kräftiger als sonst
Die vorbörslichen Notierungen sollten im späteren Handelsverlauf nicht mehr erreicht werden. Von Beginn an hatten die Bären das Geschehen fest im Griff. Auch die Unterstützungszone bei 5.650 Punkten konnte dem Angriff der Bären nicht standhalten. Ich ging daraufhin short (bei 5.644). Beim Short-Szenario hatte ich als nächste Anlaufstation die runde 5.600er-Marke angegeben. Diese wurde im ersten Versuch nicht erreicht und so stieg ich bei 5.622 Punkten zur Mittagszeit aus der Position aus. Anschließend kam der Dax dann an den Widerstand bei 5.650 Punkten heran, doch scheiterte er daran. So kurz vor den 14.30 Uhr-Zahlen wollte ich keine Short-Position, die sich hier anbot, eingehen. Der deutsche Leitindex fiel nun wie ein Stein bis fast 5.600 Punkte herunter, da sich aber nach den enttäuschenden Konjunkturzahlen der Dax wieder etwas fangen konnte, ging ich bei 5.613 Punkten long - besser ersichtlich beispielsweise im 5-Minuten-Chart. Doch dann folgte mit der schwachen Wall Street-Eröffnung der nächste Dämpfer. Meine Position wurde bei 5.588,5 ausgestoppt. Wenige Sekunden später ging ich dann short (zu 5.587,5). Die massive Unterstützungszone bei 5.550/40 Punkten wurde sogar schon unterschritten, doch bei derart heftigen Bewegungen gibt es eben auch Übertreibungen und Widerstands- oder Unterstützungslinien werden weniger genau getroffen wie zu anderen Zeiten. Das so genannte Marktrauschen ist dann einfacher lauter!
Über 2% Tagesminus erscheinen mir nun auch genug und da auch das untere Begrenzungsband des abwärts gerichteten Trendkanals nicht mehr weit ist, nehme ich kurz nach 16.30 Uhr bei 5.539 Punkten den schönen Gewinn mit. Genug getradet!
Ergebnis: Gewinn 46 Dax-Punkte
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Wichtige Unterstützungsmarken mussten an die Bären zurückgegeben werden. Nun sind sämtliche Wochengewinne aufgebraucht!
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Matthias Pawlik (04.02. 2010 18:50 Uhr):
Respekt!! Herr Kleinlein für Ihre Arbeit und auch für Ihr heutiges Ergebnis!!! Finde ich wirklich toll. Gerne wollte ich ja mit Ihnen zusammen den Kurs CFD Insight machen, aber man hat mich leider auf die Warteliste gesetzt. Ich habe mich schon so gefreut gehabt. mich durch Sie und den Kurs verbessern zu können. Können Sie mir vielleicht sagen ob das mit dem Kurs für mich in absehbarer Zeit noch was werden Kann ? mit freundlichem Gruß M. Pawlik
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