Ein scheußliches Jahrzehnt
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 13. Januar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Nachdem ich 15 Jahre lang in Europa gelebt habe, bin ich nun zurück in den Vereinigten Staaten.
Bethesda ist einer der wohlhabenderen amerikanischen Vororte. Geld aus dem gesamten Land rollt in diese Richtung. Das Spielfeld ist in Richtung Bethesda geneigt.
Ich saß im Starbucks und habe einen Kaffee getrunken", berichtete Elizabeth, und neben mir hat jemand telefoniert. Er sprach über ein Geschäft, das er mit der amerikanischen Armee in Afghanistan gemacht hätte. Es klang so, als sei er damit ganz zufrieden. Der Mann, der auf der anderen Seite saß, hat auch telefoniert. Er war ein fröhlicher Typ, der laut darüber sprach, wie viel Geld er verdient hatte. Ich dachte, er müsse ein Aktienbroker oder etwas in der Art sein. Dann stellte ich fest, dass er von einem Vertrag sprach, den er mit der Regierung geschlossen hatte."
Während der Rest des Landes in den vergangenen 10 Jahren einen Rückschlag erlitten hat... hat die Region um Washington mehr als je zuvor geboomt. Die Immobilienpreise sind eingebrochen... aber weniger als in manchen anderen Gegenden.
Rund um Washington sind Immobilien immer noch gefragt
Und als ich nach einem Haus suchte, das ich mieten könnte, rechnete ich damit, dass ich einen Preis würde nennen können. Ich dachte, es sei ein Markt der Käufer. Schöne Häuser in Bethesda sind immer noch gefragt. Wie kommt's?
Kriege... Rettungen... Geldverschwendung auf Staatskosten - all das ist in dieser Gegend sehr beliebt. Die Einkommen der Staatsangestellten steigen immer noch... und ein größerer Teil des amerikanischen Staatseinkommens wandert nach Washington.
"Die nuller Jahre waren für die amerikanische Wirtschaft ein Verlorenes Jahrzehnt", heißt es in einer Schlagzeile der Washington Post."
Über weite Strecken der vergangenen 70 Jahre ist die amerikanische Wirtschaft stetig gestiegen, und hat dabei stetig steigende Einkommen und Vermögen für die amerikanischen Haushalte gebracht. Aber seit 2000 hat sich die Geschichte stark verändert."
Was ist jetzt anders?
Kein Stellenwachstum seit 2000
Effektiv hat es im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends kein Stellenwachstum gegeben, verglichen mit dem gesunden Stellenwachstum in den vorhergehenden sechs Jahrzehnten", heißt es in dem Bericht weiter.
Kein Jahrzehnt in der Zeit bis in die Vierziger hatte ein Stellenwachstum von weniger als 20%."
Wie viele Stellen sind seit 2000 geschaffen worden? Keine. Effektiv nicht eine einzige."
Wenn keine neuen Stellen geschaffen werden, dann darf man nicht erwarten, dass es der arbeitenden Bevölkerung gut geht. Und so war es auch. Die Nuller waren das erste Jahrzehnt eines zurückgehenden Durchschnittseinkommen seit Beginn der Aufzeichnung in den Sechzigern. Und das Reinvermögen der amerikanischen Haushalte - der Wert der Häuser, Rentenfonds und anderen Anlagewerte abzüglich der Schulden - ist auch zurückgegangen, wenn man den Wert an die Inflation anpasst. Im Gegensatz dazu gab es in jedem der zurückliegenden Jahrzehnte seit Beginn der Aufzeichnung in den Fünfzigern steile Zuwächse."
So ein Mist.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Martin Anzenhofer (13.01. 2010 08:40 Uhr):
da haben Sie sich eine schöne Ecke ausgesucht. Unsere Tochter war vor 11 Jahren in Bethesda für ein Jahr als Au Pair. Wir hatten Sie dort 2 wochen besucht. die letzten 2 Jahre war unsere jüngere Tochter in USA, Hanover new England. Durch die Gespräche mit den Familien und Freunden haben wir einen guten Einblick. Ich bin und war ein USA Fan. Es wird dort viel privat gespendet, für die Schulen Colleges und Öffentliche Einrichtungen. ich bin der Meinung die rappeln sich schneller hoch wie Europa.
Antworten - Kommentar von Reinhard (13.01. 2010 14:48 Uhr):
wie soll man den Autoren vertrauen, wenn sie nicht einmal überreißen, dass ein Jahrzehnt aus 10 jahren und nicht aus 9 besteht. Das "erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends" ist am 31.12.2010 beendet. Reinhard
Antworten - Kommentar von detlev schmerler (14.01. 2010 15:42 Uhr):
Schade, Bill Bonner, ich hätte doch noch gerne mehr von Ihnen über Frankreich gehört. Und nun sind Sie wieder in den USA. Wie fühlt sich das an? Oder erwarten Sie dort eine bessere Zukunft als in old E? Beste Grüße Detlev Schmerler
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