Ein Plädoyer für Gold
Louis Basenese (US-Korrespondent) in Investoren Wissen
vom 17. Juni 2010, 16:00 Uhr
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wenn es die Studie des Nobelpreisgewinners Harry Markowitz nicht gäbe, welche besagt, dass 90% der Rendite eines Portfolios von der Diversifizierung abhängt, würde ich keine einzige Unze Gold halten.
Warum?
Weil Gold für mich ein "größerer Trottel"-Investment ist. Der Preis hängt nicht von den sich verändernden Fundamentaldaten des Goldes ab, sondern es geht eher darum, einen anderen Trottel zu finden, der Ihnen noch mehr dafür zahlt.
Oder wie der Hedgefonds-Manager Julian Robertsonkürzlich sagte: „Es ist weniger eine Frage von Angebot und Nachfrage, sondern es zählt die psychologische Komponente - es ist besser wenn ein ein Psychiater in Gold investiert, als wenn ich das tue."
Bei Goldinvestments muss man ganz andere Faktoren berücksichtigen als bei anderen Investments...
Die höchst unterschiedlichen Preisaufschläge der Goldhändler für Münzen und Barren.
Die Mühe und Kosten für die Lagerung.
Die mangelnde Liquidität (Wenn Sie das nächste mal einen Big Mac zu bestellen, versuchen Sie einmal diesen gegen einen Krügerrand zu tauschen)
Nachdem ich Nachteile aufgelistet habe, warum schreibe ich trotzdem eine Pro-Gold-Kolumne? Ich erzähle es Ihnen...
Das Momentum ist zügellos und die „Smart Money" kann den Preis noch höher treiben.
Wir alle brauchen Gold und andere Edelmetalle in unseren Portfolios, um unser Gewinne zu maximieren und unsere Risiken zu minimieren. Gerade jetzt.
Innerhalb des letzten Monats, als die Angst wegen der griechischen Schuldenkrise um sich griff und der Dow innerhalb eines einzigen Tages um 1000 Punkte fiel, sahen wir einen Run auf Gold. Der Preis stieg auf ein Allzeithoch über $1230 die Unze.
Natürlich habe ich keine Kristallkugel, aber ich registriere Momentum, wenn es auftritt. Und momentan spielt das Momentum für Gold.
Außerdem wettet die Smart Money Gruppe wie Hedge Fonds, Versicherungsunternehmen und reiche Privatinvestoren gerade massiv auf einen steigenden Goldpreis.
Wir reden hier über offen über Milliardäre wie Jim Rogers und Hedgefonds-Guru David Einhorn von Greenlight Capital. Einhorn spekuliert jedoch nicht nur. Gold repräsentiert die zweitgrößte Position in seinem 6-Milliarden-Fonds. Der größte Teil davon ist physisch hinterlegt, an einem geheimen Ort nahe dem Times Square.
Dann gibt es noch John Paulson von Paulson & Co. Die letzte SEC Veröffentlichung enthüllte, dass Paulson alleine $6 Milliarden in goldähnlichen Anlagevermögen hält. Das ist mehr als 20% seines gesamten Portfolios. Er besitzt mehr Gold Assets als Australien, Brasilien und Rumänien.
Und eine Regel besagt, dass es am besten ist der Smart Money zu folgen. Tatsächlich zeigen ihre Langzeit-Historien, dass es idiotisch wäre, etwas anderes zu tun, gerade auch wenn sie solch große Wetten abschließen...
Paulson, Einhorn und Rogers: Das Trio der Gold-Bugs
Werfen wir einen Blick auf ihren herausragenden Track Record...
- Paulson: sagte erfolgreich den Kollaps des Subprime Häusermarktes voraus und verdiente daran innerhalb eines Jahres 15 Milliarden, als diese toxischen Assets implodierten.
- Einhorn: Dieser Typ wurde medial verprügelt, als er short auf Lehmann Brothers ging, bevor er am Ende als Held gefeiert wurde. Er verdiente eine Menge Geld als die Ikone der Wall Street zusammenbrach. Das war allerdings kein Glücksgriff. Die durchschnittliche Jahresrendite von Einhorn‘s Hedgefonds beträgt seit 1996 22% pro Jahr. Nach Gebühren.
- Rogers: Die meisten Leute kennen den Quantum Fonds, welchen Rogers mitbegründet hat. Er gewann 4200% in 10 Jahren, während der S&P 500 Index nur um 47% Anstieg.
Unter dem Strich wetten gerade einige der schlausten Investoren der Welt ihr Haus darauf, dass Gold noch weiter ansteigt.
Gold Bug oder nicht, es wäre unklug, hier nicht dabei zu sein.
Erfolgreiches und kluges Investieren
Louis Basenese